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Feb
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Nachdem ich das westfälische Schwarzbrot gebacken habe, war als Steigerung das rheinische Schwarzbrot nun dran. Nicht ganz leicht, so ein Schwarzbrot frei geschoben zu backen. Der Teig ist ziemlich fest, aber bei der Gare muss man aufpassen, dass das Brot nicht breit läuft. Interessant ist auch das Wälzen in Kartoffelmehl und das nach Beenden der Gare feuchte Aufarbeiten. Man streicht mit feuchten Händen über den Brotlaib und verschließt damit die Gärrisse mit dem Kartofffelmehl, in dem man den Teigling bei der Aufarbeitung gewälzt hat. Ich habe die Gare in meiner Gärbox bei 34° ausgeführt. Wer keine hat, sollte bei Raumtemperatur mindestens für die Gare 90 – 120 Minuten einplanen.
Aber man wird, trotz der etwas aufwendigen Vorgehensweise, durch den unvergleichlichen Geschmack entschädigt. Viel Spaß beim Nachbacken!
Sauerteig
- 195 g BIO-Roggenschrot (grob)
- 195 g Wasser
- 20 g Roggenanstellgut
Alles gut verrühren und 16 Std. bei Raumtemperatur (26° wären besser) reifen lassen.
Brühstück
- 195 g BIO-Roggenschrot (grob)
- 30 g Altbrot (geröstet und fein gemahlen)
- 225 g Wasser 70 – 80°
- 10 g Salz
Das heiße Wasser über die anderen Zutaten gießen und gut vermischen. Mindestens 5 – 6 Stunden quellen lassen. Ich habe es über Nacht gemacht.
Hauptteig
- Sauerteig
- Brühstück
- 130 g BIO-Roggenschrot (mittel)
- 130 g BIO-Roggenschrot (fein)
- 15 g Rübenkrautsirup
- 7 g Frischhefe
- 30 g Wasser
Alle Zutaten in der Küchenmaschine 30 Minuten !!! kneten und anschließend eine Teigruhe von 30 Minuten einhalten. Danach erfolgt eine 2. Knetung von 20 Minuten.
Jetzt wird der Teig erst rund gewirkt und dann länglich. Er sollte äußerst sorgfältig aufgearbeitet werden, sodass man keine kleinen Risse und auch den Schluß nicht mehr sehen kann. Anschließend wälzt man den Teigling in Kartoffelmehl und stellt ihn zur Gare. Ich habe ihn in die Gärbox bei 34° für 70 Minuten gegeben.
Er sollte schön aufgehen und es sollen sich sehr viele Gärrisse gebildet haben. Man streicht dann mit feuchten Händen über den Teigling und verschliesst mit dem feuchten Kartoffelmehl die Gärrisse wieder vollständig. Immer wieder die Hände feucht machen. Bitte darauf achten, dass der Teigling bei der Gare nicht breit läuft. Ich habe kleine Brettchen als Stütze benutzt.
Den Ofen hat man in der Zwischenzeit auf 260° hochgeheizt. Man backt das Brot 10 – 15 Minuten bei dieser Temperatur an und stellt dann den Ofen auf 200° zurück. Bei dieser Hitze noch weitere 60 Minuten backen.
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4 Responses to “Rheinisches Schwarzbrot”
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1. Rudolf Says:
Februar 27th, 2012 at 11:43Hallo,
hört sich nach : “Bäcker Süpke`s rezept an?
Gruss
Rudolf -
2. Ketex Says:
Februar 27th, 2012 at 11:47Hallo Rudolf,
das rheinische Schwarzbrot gibt es in vielen Varianten und da hat niemand ein Recht drauf, dass es “sein” Rezept ist.
Das Grundrezept stammt von F. J. Steffen und ich habe es für mich umgewandelt und auf 1 Kilo herunter gerechnet.
Gruss
Ketex -
3. monika Says:
Februar 28th, 2012 at 17:28Hallo Gerd,
ich habe die ersten 34 Jahre meines Lebens – und damit mehr als die Hälfte – im Rheinland verbracht, in der Nähe von Aachen und in Köln. Da kommen bei diesem Brotrezept Erinnerungen hoch! Ich liebe dieses Rheinische Schwarzbrot, und noch heute bringe ich von jedem Besuch in der Heimat etliche Pakete mit und friere sie ein. Ich werde mir den groben Roggenschrot besorgen und es mal nachbacken.
Die allermeisten Bäcker im Rheinland buken und backen heute noch dieses Brot in einer Kastenform. Nach Deiner Beschreibung weiß ich auch warum…
Ich würde es gerne in der Form backen: muss ich da etwas verändern? Ich habe zwei Deiner Kastenformen, muss ich das Rezept mengenmäßig anpassen?Deine Für Deine Hilfe und herzliche Grüße
Monika -
4. Ketex Says:
Februar 28th, 2012 at 17:34Hallo Monika,
das Rezept ist auf 1 Kg ausgelegt und ich sehe keinen Grund es nicht in der Form zu backen.
Ich werde es das nächste Mal auch in der Form versuchen. Das Brot ist oberlecker.
Viele Grüße
Gerd

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April 14th, 2013 at 15:41
[...] hier zu finden. Mein Mann wird gleich beim Probelesen erfahren, dass ich mir für nächsten Sonntag Rheinisches Schwarzbrot wünsche und euch hier natürlich berichten [...]