Jun 15


Seitdem ich die kleinen 750g-Formen in meinen Shop aufgenommen habe, bekomme ich laufend Anfragen, nach Rezepten dazu. Hier nun ein Weißbrot mit langer, kalter Führung und zusätzlichen Aromageber (getrockneter Weizensauerteig). Die ersten Testesser waren vollauf begeistert und meinten, wie das Weißbrot, was sie früher beim Handwerks-Bäcker kaufen konnten.

Sicher, einige Brotbackkünstler werden dieses Rezept als ziemlich trivial abtun, aber ich habe mir auf die Fahne geschrieben, einfache Rezepte, die für Jedermann gut nachbackbar sind, in meinem Blog vorzustellen. Ich wünsche viel Spaß und gutes Gelingen beim Nachbacken.

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Rezept für drei 750g-Formen (in Klammern für eine 750g-Form) Teigeinwaage ca. 510 g, Teigausbeute 163

  • Vorteig
    112 g (38 g) Weizenmehl T 65
    112 g (38 g) Dinkelmehl 630
    25 g (8 g) Roggenmehl 1150
    250 g (84 g) Wasser
    2,5 g (0,8 g) Frischhefe

Alle Zutaten klümpchenfrei verrühren und 2 Stunden bei Raumtemperatur abgedeckt anspringen lassen. Wenn sich vereinzelt kleine Bläschen zeigen für weitere 8 -10 Stunden (morgens ansetzen und bis abends) in den Kühlschrank bei +5° stellen.

  • Hauptteig
    Vorteig
    300 g (100 g) Weizenmehl T 65
    300 g (100 g) Dinkelmehl 630
    70 g (23 g) Roggenmehl 1150
    325 g (108 g) Wasser
    6 g (2 g) Frischhefe
    16 g (5 g) Salz
    16 g (5 g) getrockneter Weizensauerteig (zusätzlicher Aromageber)
    20 g Butter(7 g)
    1 EL (1 TL) flüssiges Backmalz

Abends alle Zutaten in der Küchenmaschine 12 – 15 Minuten kneten, danach den Teig in eine große Schüssel geben und feucht abgedeckt in den Kühlschrank stellen.
Morgens den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und 1 Stunde akklimatisieren lassen. Dann den Teig in 3 gleiche Teile teilen und erst rund und dann lang wirken.
Den Teig in die kleine 750g-Formen legen und mindestens 1 Stunde bis 90 Minuten bei Raumtemperatur zur Garre stellen. Den Ofen in der Zwischenzeit auf 230° vorheizen. Die Brote in der Mitte einmal einschneiden, in den Ofen stellen und mäßig schwaden. Nach 15 Minuten den Ofen auf 200° herunter stellen und noch 20 Minuten fertig backen. Auf einem Rost abkühlen lassen.

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written by Ketex

Mai 11

hamster

Hier nun noch das letzte Rezept für die Pollerbrotform. Ich habe diesmal das Rezept vom schwarzen Hamster genommen. Ein dunkeles Brot mit vielen Kernen. Sehr herzhaft und aromatisch.
Die Teigeinwaage sollte 500 g sein. Jetzt hat man sicher eine schöne Auswahl von verschiedenen Broten, die man in solch einer Form backen kann.
Viel Spaß beim Nachbacken!

  • Sauerteig
    160 g Roggenvollkornmehl
    160 g Wasser
    16 g Roggen Anstellgut

Alles gut verrühren und bei Raumtemperatur 16 – 18 Stunden reifen lassen.

  • Quellstück
    52 g Sonnenblumenkerne
    52 g Leinsamen
    52 g Kürbiskerne
    52 g schwarzer Sesam
    140 g Roggenschrot (mittel)
    320 g Wasser (heiß)
    16 g Salz

Das heiße Wasser über die Kerne schütten und umrühren und auch 16 Stunden abgedeckt ruhen lassen.

  • Kochstück
    60 g Roggenkörner
    60 g Dinkelkörner
    120 g Wasser

Die Körner solange Kochen, bis kein Wasser mehr im Topf istHauptteig

  • Sauerteig
    Quellstück
    Kochstück
    175 g Weizenmehl 1050
    66 g Roggenmalzflocken
    13 g Frischhefe
    1 TL flüssiges Backmalz
    50 g Wasser

Alle Zutaten in der Küchenmaschine 7 Minuten kneten. Anschließend eine Teigruhe von 30 Minuten einhalten. Dann den Teig in 3 gleiche Teile teilen (ca. 500 g). Zu einem Ball formen und in Sonnenblumenkerne wälzen und dann in die einzelnen Poller legen, die vorher gut ausgefettet worden sind. Die Gare beträgt ca. 90 Minuten. der Teig steigt bis kurz unter den Rand der Form.
Den Ofen auf 250° vorheizen. Die Form in den Ofen geben und 15 Minuten anbacken. Dann den Ofen auf 190° zurückschalten und noch weitere 30 Minuten backen. Das Schwaden bei Einschießen nicht vergessen und den Dampf nach 15 Minuten wieder ablassen.

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Apr 26

T80brot

Nachdem ich jetzt das französische Mehl T 80 in meinen Shop aufgenommen und auch vorgestern bekommen habe, musste ich sofort ein französisches Landbrot backen. Als Vorlage zum Rezept habe ich den Norwich Sourdough genommen. Es ist ein einfacher Weizensauer und der Teig muss 3 mal alle 50 Minuten gestreckt und gefaltet (stretch & fold) werden. Wir waren von der Knusprigkeit und dem Geschmack so begeistert, dass wir vergessen haben, ein Bild vom Anschnitt zu machen. Das Brot ist leider nach noch nicht mal einen Tag schon vollkommen aufgegessen und ich soll für Nachschub sorgen.

  • Sauerteig
    75 g Französisches Mehl T 80
    65 g Wasser
    10 g Weizenanstellgut

Alles gut verrühren und 16 Stunden reifen lassen.

  • Hauptteig
    Sauerteig
    260 g französisches Mehl T 80
    260 g französisches Mehl T 65 (La Banette)
    350 g Wasser
    13 g Salz

Alle Zutaten ohne Sauerteig ohne Salz 2 Minuten in der Küchenmaschine mischen und 30 – 45 Minuten zur Autolyse stehen lassen. Das Salz und den Sauerteig zugeben und so lange kneten, bis sich der Teig von der Schüssel löst.

Jetzt den Teig in eine geölte Teigwanne geben und 2,5 Stunden abgedeckt ruhen lassen. Alle 50 Minuten einen Zyklus stretch and fold einlegen. Anschließend wirken und dann lang rollen. Den Teigling in ein gutbemehltes längliches Garkörbchen mit dem Schluss nach oben legen und 1,5 Stunden bei 26° zur Gare stellen. Bei Raumtemperatur dementsprechend länger. Jetzt auf einen Schießer stürzen, einschneiden und in den Ofen einschießen. (Ich nehme immer das Super Peel dazu) Bei 250° für 15 Minuten anbacken und dann bei 190° 35 Minuten fertig backen. Das Schwaden nicht vergessen und den Dampf nach 10 Minuten durch Öffnen der Ofentür wieder raus lassen.

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written by Ketex

Apr 18

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Heute, wie versprochen, das zweite Rezept für die Pollerbrotform. Es ist ein Roggenmischbrot (80/20) und jedes Brot hat eine Teigeinwaage von 450 g. Da ja die einzelnen Teige, Roggenvollkorn, Roggenmisch- oder Weizenbrote unterschiedlich aufgehen, muss man erst herausfinden, wie schwer so eine Teigeinwaage sein sollte. Bei diesem Versuch ist mir die Gare ein wenig zu kurz gewesen, sodass die Brote so ein leichtes Pilz-Aussehen haben. 10 – 15 Minuten längere Gare hätten das Problem aber sicher gut gelöst. Jetzt wünsche ich viel Spaß beim Nachbacken.

  • Sauerteig
    318 g Roggenmehl 1150
    318 g Wasser
    32 g Roggenanstellgut

Alles gut verrühren und 16 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.

  • Hauptteig
    Sauerteig
    330 g Roggenmehl 1150
    165 g Weizenmehl 1050
    220 g Wasser
    17 g Salz
    17 g Hefe
    1 TL flüssiges Backmalz

Alle Zutaten in der Küchenmaschine 7 Minuten kneten. Danach eine Teigruhe von 30 Minuten einhalten.
Jetzt Teiglinge á 450 g abwiegen und erst rund wirken und dann lang rollen. In der Zwischenzeit die Dosen des Pollerbrotverbandes gut mit Trennspray ausfetten, oder einfach mit Buttern gut ausstreichen.
Die lang gerollten Teiglinge in die Dosen legen und etwas andrücken, sodass die Dose zu Hälfte gefühlt ist. Jetzt zur Gare stellen. Sie dauert bei Raumtemperatur ca. 90 Minuten und der Teig sollte bis an den Rand gestiegen sein.
Den Ofen auf 250° Ober- und Unterhitze vorheizen. Beim in den Ofen einstellen, kräftig schwaden und den Dampf nach 10 Minuten wieder ablassen. Nach einer Anbackzeit von 15 Minuten den Ofen auf 180 ^zurückschalten und die Brote noch weitere 35 Minuten backen. Auf ein Rost stellen und abkühlen lassen.

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written by Ketex

Apr 11

Poller

Durch die Anfrage eines Lesers nach Dosenbrotformen kam mir die Idee, bei meinem Lieferanten nachzufragen. Leider gibt es die Formen nur als 5er Verband und in einer Länge von 58 cm. Diese Größe passt aber in keinen Haushaltsofen. Ich bat nun den Lieferanten, mir ein Angebot für einen 3er Verband exklusiv für uns herzustellen.
Gesagt, getan und nun sind die neuen Formen bei mir am Lager. Passend dafür habe ich jetzt ein Rezept für ein Roggenvollkornbrot mit Sonnenblumenkernen entwickelt. Es ergibt 3 kleine Brote á ca. 500 g.
Jetzt können sich viele Ehefrauen immer ein kleines Körnerbrot backen und die Herren der Schöpfung genießen weiterhin ihr Typenmehlbrot.
Diese Formen können jetzt in meinem Shop käuflich erworben werden. Klick hier!
Viel Spaß beim Nachbacken.

  • Sauerteig
    275 g Roggenvollkornmehl
    275 g Wasser
    27 g Roggenanstellgut

Alles gut verrühren und 16 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.

  • Brühstück
    63 g Sonnenblumenkerne
    63 g Roggenflocken
    63 g Roggenschrot mittel
    9 g Salz
    189 g heißes Wasser

Das Wasser über die Zutaten geben und umrühren und auch 16 Stunden bei Raumtemperatur abgedeckt stehen lassen.

  • Quellstück
    262 g Roggenvollkornmehl
    105 g Weizenvollkornmehl
    9 g Salz
    193 g Wasser

Auch hier die Zutaten mit dem Wasser übergießen und 16 Stunden abgedeckt stehen lassen.

  • Hauptteig
    Sauerteig
    Brühstück
    Quellstück
    13 g Hefe
    1 EL Zuckerrübensirup
    Je nach Gusto, Sonnenblumenkerne, Roggenflocken oder Mehl zum Dekorieren

Am Backtat alle Zutaten in die Küchenmaschine geben und 7 Minuten langsam kneten. Danach folgt eine Teigruhe von 30 Minuten. Der Teig bleibt dabei im Kessel.

Jetzt den Teig in 3 gleiche Stücke á ca. 520 g teilen und rund wirken. 10 Minuten ruhen lassen. Die Form in der Zwischenzeit mit Butter oder Trennspray ausfetten. Die rundgewirkten Stücke zusammenstoßen, länglich rollen und in die Dosen geben. Etwas andrücken und je nach Dekoration mit Wasser abpinseln und mit Sonnenblumenkernen oder Roggenflocken bestreuen. Die Form dann zur Gare stellen. Bei 32° hat die Gare bei mir 75 Minuten gedauert. Bei Raumtemperatur schätze ich 90 – 120 Minuten. Den Ofen auf 260° aufheizen und die Form mit einmal schwaden in den Ofen geben.
Nach 10 Minuten den Dampf ablasen und die Temperatur auf 190° zurück schalten und dann die Brote in 30 Minuten fertig backen. Etwas abkühlen lassen und dann kann man die kleinen Brote hervorragend aus der Form schütteln.

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Mrz 04

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Dieses Rezept ist eigentlich durch einen Zufall entstanden. Ich wollte für uns unser Hausbrot backen. Es ist ein 80/20 Roggenmischbrot. Normalerweise kommen da so ca. 8 g Rogenfärbemalz mit hinein. Abgelenkt durch ein Telefongespräch und das nicht Zurückstellen der Waage, sind deshalb etwas mehr als 20 g Färbemalz im Brotteig gelandet. Zuerst dachte ich, dass ist jetzt hin und schmeckt einfach überzeichnet von den Aromen aus dem Färbemalz. Weit gefehlt, der Geschmack ist sowas von lecker und rund. Das Rezept hat eine Teigausbeute von 165 und ist auch für Anfänger sicherlich gut geeignet. Viel Spaß beim Nachbacken.

  • Sauerteig
    260 g Roggenmehl 1150
    260 g Wasser
    26 g Roggenanstellgut

Alles klümpchenfrei verrühren und 16 Stunden bei 26° reifen lassen. Bei Raumtemperatur kann es bis zur Reife 18 -20 Stunden dauern.

  • Hauptteig
    266 g Roggenmehl 1150
    133 g Weizenmehl 1050
    170 g Wasser
    20 g Roggenfärbemalz
    13 g Salz
    13 g Frischhefe
    1 TL flüssiges Backmalz (enzyminaktiv)

Zuerst die Hefe mit dem Backmalz im Wasser auflösen und dann alle Zutaten in der Küchenmaschine 7 – 10 Minuten kneten. Anschließend fügt sich eine Teigruhe von 20 Minuten an.

Danach wird der Teigling sehr schön rund gewirkt und in ein mit einem Sieb ganz fein ausgemehltes Garkörbchen mit dem Schluss nach unten gelegt.
Die Gare dauert nur 50 Minuten bei 32° und kommt ohne Feuchtigkeit aus. Bei Raumtemperatur dauert sie ca. 90 Minuten.
Den Teigling auf ein Schießer oder Lochblech stürzen und 2 – 3 Minuten warten, bis sich feine Gärrisse auf der Oberfläche zeigen. Dann bei 250° – 270° je nach Ofen einschießen und kräftig schwaden. Nach 5 Minuten den Dampf wieder ablassen und nach 15 Minuten Backzeit den Ofen auf 200° zurück schalten. Jetzt weitere 45 – 55 Minuten fertig backen.
Auf ein Rost setzen und abkühlen lassen.

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Malzkruste3

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written by Ketex

Feb 07

Krüstchen1

 

Die Sache mit dem Kochstück hat mich fasziniert und nun hier das Ergebnis mit einem Kochstück 1 : 5. Auf 50 g Dinkelmehl habe ich 250 g Wasser dazugegeben und aufgekocht. Es entstand ein Mehlpudding, den ich nur Stückchen weise zum Teig gegeben habe. Sollte die ganze Masse in den Teig gegeben werden, dann kann sich beim Kneten eine Stelle bilden, die das ganze Brot hinüber macht und es bildet sich eine Stelle, wo nur Kochstück im Brot ist.
Nach dem Backen kam natürlich der Geschmackstest und was soll ich sagen, ich muss feststellen, ein sehr, sehr leckeres Brot. Meine ablehnende Haltung gegen über Dinkel ist total umgeschlagen und ich bin einfach nur begeistert. Kein Trockenbacken mehr. Das Brot ist saftig, aber auch nicht klitschig und einen sehr nussigen Geschmack.


 

  • Sauerteig (TA 180)
    190 g BIO-Roggenmehl 1150
    152 g Wasser
    19 g Roggen-ASG

Alles klümpchenfrei verrühren und bei Raumtemperatur 15 – 20 Stunden reifen lassen. Die Detmolder Einstufenführung sagt 16 Stunden bei 26°.

  • Brühstück (TA 200)
    60 g BIO-Dinkelschrot mittel
    60 g Wasser
    14 g Salz

Den Schrot und das Salz mit heißen Wasser übergießen und auch 15 Stunden abgedeckt stehen lassen.

  • Kochstück (Verhältnis 1 : 5)
    50 g BIO-Dinkelmehl 1050
    250 g Wasser

Das Mehl mit etwas Wasser klümpchenfrei verrühren und nach und nach das ganze Wasser zugeben. Jetzt in einen Topf geben und einmal aufkochen lassen. Das Ganze unter ständigen Rühren.
Anschließend abdecken und auch bis zum Morgen stehen lassen. Morgens sollte die Masse wie Pudding aussehen.

  • Hauptteig (TA 175) 2 kleine Brote á 500 g oder ein 1 kg-Brot
    Sauerteig
    Brühstück
    Kochstück
    195 g BIO-Roggenmehl 1150
    210 g BIO-Dinkelmehl 1050
    70 g Wasser
    14 g Frischhefe
    1 EL flüssiges Backmalz (inaktiv)

Die Hefe mit dem Backmalz im Wasser auflösen und zu den anderen gesamten Zutaten geben und 6 – 7 Minuten kneten. Danach schließt sich eine Teigruhe im Kessel von 20 Minuten an.
Denn Teig aus der Schüssel nehmen und aufarbeiten. Entweder in 2 gleich große Teile teilen oder eben den gesamten Teig schön rund wirken und mit dem Schluss nach unten in gut bemehlte Garkörbchen legen.
Die Gare sollte trocken rund 50 Minuten dauern. Bei mir waren es 32 °. Wär keine Gärbox hat sollte bei Raumtemperatur die doppelte Zeit einplanen. Der Teigling sollte nicht ganz die volle Gare haben. Den Ofen in der Zwischenzeit auf 240° aufheizen.
Den Teigling auf einen Schießer stürzen und in den Ofen einschießen. Sofort kräftig Schwaden und nach 4 Minuten den Dampf wieder ablassen. Durch diese Prozedur und die kurze Garzeit sollten sich schöne Risse auf den Brot bilden. Nach 15 Minuten die Temperatur auf 180 – 190° (je nach Ofen) herunter stellen und noch weitere 35 – 40 Minuten fertig backen.

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written by Ketex

Jan 14

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Dinkel war bisher bei mir nicht so der Backfavorit. Für mich backte Dinkel immer etwas trockener und das Brot wurde schnell altbacken. Ein Fachmann für Mehle machte mich darauf aufmerksam, dass Kochstücke erheblich mehr Feuchtigkeit ins Brot bringen können, und die Gefahr durch eine zu hohe Teigausbeute einen Fladen zu produzieren, dadurch kaum noch vorkommen. Also musste ein neues Rezept mit einem Kochstück her. Ich ging noch sehr vorsichtig zu Werke und kochte 50 g Mehl in 150 g Wasser (TA 300) auf. Der Fachmann meinte ich könnte ruhig bis 250 g Wasser gehen. Dass Wassermehlgemisch wurde zu einem Pudding und den ließ ich über Nacht, wie den Sauerteig und das Brühstück stehen.
Der Hauptteig zeigt sich in der Schüssel mit einer TA von 170 sehr moderat und nach der ersten Gare ließ sich der Teig hervorragend bearbeiten.
Nach dem das Brot gebacken war und ich den ersten Anschnitt probiert hatte, musste ich meine Meinung erheblich revidieren und ab jetzt werde ich Dinkelbrote nur noch mit einem Kochstück machen.
Viel Spaß beim Nachbacken!

 

  • Sauerteig
    120 g Dinkelvollkornmehl
    120 g Wasser
    12 g Dinkelanstellgut (Weizen geht auch)

Alles klümpchenfrei verrühren und 16 – 18 Stunden bei Raumtemperatur (besser wären 26°) reifen lassen.

  • Brühstück
    150 g Dinkelschrot (mittel)
    150 g Wasser (heiß)
    12 g Salz (gesamte Menge für das Brot)

Den Schrot und das Salz mit dem Wasser übergießen und abgedeckt 16 – 18 Stunden stehen lassen.

  • Kochstück
    50 g Dinkelmehl 630
    150 g Wassser

Das Mehl im Wasser aufkochen bis ein Brei ähnlich wie ein Pudding entsteht und auch 16 – 18 Stunden abgedeckt stehen lassen.

  • Hauptteig
    Sauerteig
    Brühstück
    Kochstück
    200 g Dinkelmehl 630
    150 g Dinkelvollkornmehl
    50 g Wasser
    12 g Frischhefe
    1 TL flüssiges Backmalz (inaktiv)

Alle Zutaten in der Küchenmaschine 10 Minuten langsam kneten. Danach eine Teigruhe von 30 Minuten einhalten.

Jetzt den Teig erst schön rund und dann oval wirken und in Dinkelschrot wälzen. Mit dem Schluss nach oben in ein ovales Garkörbchen legen und den Teigling 60 – 70 Minuten bei 32° zur Gare stellen. Bei Raumtemperatur ist die Gare erheblich länger.
Den Ofen auf 240° aufheizen und den Teigling einschießen und mit viel Schwaden 15 Minuten anbacken, dann die Ofentür öffnen, den Dampf ablassen und den Ofen auf 180° herunter stellen und noch 45 Minuten fertig backen.
Auf einem Rost auskühlen lassen.

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Nov 08

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Als ich das Zwillingsbrot mit Weizenmehl vorgestellt habe, kam sofort die Anfrage einiger User, ob man so etwas nicht auch mit einem Roggenmischbrot machen könnte. Ich habe es jetzt ausprobiert und es klappt ganz gut. Natürlich durch die höhere TA (Teigausbeute) muss man schon etwas schneller beim wirken sein und die Sollbruchstellen sind nicht so ganz ausgeprägt. Beim Auseinanderteilen muss man schon ganz behutsam vorgehen. Allerdings ist so ein Zwillingsbrot sehr gut geeignet für den kleinen Haushalt. So ein halbes Zwillingsbrot sind gerade mal ca. 500 g fertiges Brot.
Ich wünsche viel Spaß beim Nachbacken.

 

Sauerteig (Detmolder Einstufenführung)

  • 520 g Roggenmehl 1150
  • 520 g Wasser
  • 52 g Roggenanstellgut (10% von der Mehlmenge im Sauerteig)

Alles klümpchenfrei verrühren und bei 26° 16 Stunden reifen lassen. Wer diese Temperatur nicht erreichen kann sollte 2 Stunden länger den Sauerteig stehen lassen.

Hauptteig (für 2 Zwillingsbrote á 1 kg)

  • Sauerteig
  • 532 g Roggenmehl 1150
  • 266 g Weizenmehl 1050
  • 390 g Wasser (bitte schluckweise zum Teig geben)
  • 26 g Salz
  • 26 g Frischhefe
  • 20 g Roggenmalz (Färbemalz)
  • TL flüssiges Backmalz

Die gesamten Zutaten in der Küchenmaschine 7 Minuten kneten. Danach eine Teigruhe im Kessel von 30 Minuten einhalten.

Anschließend den Teig in 4 gleich schwere Teile abwiegen. In der Zwischenzeit 2 längliche Garkörbchen mit Überzug versehen und leicht bemehlen.
Jetzt die Teile gut rund wirken und mit dem Schluss nach oben jeweils immer 2 in ein Garkörbchen legen.
Die Gare dauert bei mir bei 32° 60 Minuten. Bei Raumtemperatur verlängert sie sich auf ca. 90 Minuten. Den Backofen früh genug auf 250° aufheizen.
Nach der Gare die Teiglinge auf ein Backschieber stürzen und je nach Gusto einschneiden und in den Ofen schieben. Sofort schwaden und nach 10 Minuten den Dampf wieder abziehen lassen. Anbacken für 15 Minuten bei 250° und dann für weitere 40 Minuten bei 180° fertig backen. Auf einem Rost abkühlen lassen.

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written by Ketex

Okt 15

Gerd

Nach längerer Zeit musste mein Weizenanstellgut mal wieder seine Arbeit verrichten und ich habe mich für dieses puristische Rezept entschieden.
Einfach nur Mehl, Wasser und Salz. Durch die Retardierung für 24 Stunden im Kühlschrank erhält man ein sehr wohlschmeckendes Weißbrot mit einer feinen Porung.

Für einen Brotblogger ist es nicht leicht, nach über 200 Rezepten immer wieder neue, gelingsichere und nachbackbare Rezepte zu suchen und zu finden. Die Jagd nach immer neuen Zutaten und Kreationen möchte ich einfach nicht mitmachen und deshalb habe ich mich bewusst für dieses einfache Rezept entschieden.

Viel Spaß beim Nachbacken.

  • Sauerteig
    250 g Weizenmehl 1050
    250 g Wasser
    25 g Weizenanstellgut

Alles klümpchenfrei verrühren und für 16 – 18 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.

  • Hauptteig (2 Brote á ca. 820 g)
    Sauerteig
    250 g Weizenmehl 1050
    500 g Weizenmehl 550
    400 g Wasser
    24 g Salz

Alle Zutaten in der Küchenmaschine 12 – 15 Minuten kneten. Danach sofort zwei Teiglinge abwiegen und schön rund wirken. Gut bemehlen und mit einem dünnen Rollholz einmal in der Mitte eindrücken und rollen und einmal längst eindrücken und rollen. Die entstandenen Rillen gut bemehlen und wieder zusammen drücken und mit dieser Seite nach unten in gut bemehlte Garkörbchen legen. Ich habe dann die Garkörbchen in einen aufgeblasenen Müllbeutel gestellt und für 24 Stunden in den Kühlschrank (+5°) verfrachtet.
Am Backtag aus dem Kühlschrank nehmen und 1 – 2 Stunden akklimatisieren lassen und dann bei 230° 45 Minuten abbacken. Schwaden nicht vergessen und nach 10 Minuten den Dampf wieder ablassen.

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written by Ketex