Doppelback als frei geschobenes Brot gebacken

bread braun

Durch einen User in unserer Facebookgruppe wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass man dieses Rezept sehr gut auch als frei geschobenes Brot backen kann. Hier ist das Ergebnis.

Das Doppelback ist in unserer Gegend ein allseits sehr beliebtes Brot. Es ist ein einfach zu backendes, aber auch sehr köstliches Brot, das zu 68 % aus BIO-Weizenmehl 1050 und zu 32 % aus BIO-Roggenmehl 1150 besteht. Man kann es sehr gut nur mit Sauerteig backen. Ich habe es hier mit ein wenig Hefe (10 g) gebacken. Damit lässt sich die Gare besser kontrolieren.
Es ist sicher ein Brot, das für viele Menschen milder im Geschmack ist als zum Beispiel das Paderborner Landbrot. Das liegt zum einen an der Mehlmischung und zum anderen an der Menge des Sauerteiges.

1. Sauerteig

Alles gut vermischen und dann 16-18 Stunden bei Raumtemperatur (besser wären 26°) reifen lassen.

2. Hauptteig

3. Zubereitung

Alle Zutaten in der Küchenmaschine 7 Minuten kneten. Danach schließt sich eine Teigruhe von 30 Minuten an.
Jetzt den Teig aus der Schüssel nehmen und auf die bemehlte Arbeitsplatte oder auf ein ganz leicht bemehltes Teigbearbeitungtuch geben.
Erst rundwirken und dann lang stoßen, dass er gut in ein leicht bemehltes ovales Garkörbchen passt. Der Teig lässt sich wirklich hervorragend bearbeiten und klebt so gut wie gar nicht.
Anschließend das Garkörbchen zur Gare stellen. Wenn der Teig den Rand der Form erreicht hat, den Teigling auf einen Schiesser (oder – noch einfacher – ein Super-Peel) stürzen und in den Ofen einschiessen. Bei 250° für 15 Minuten anbacken und dann weitere 45 Minuten bei 180° backen. Das Doppelbacken kann man auch sehr gut hier bei diesem frei geschobenen Brot machen: Nochmals für 20 Minuten bei Umluft 180° backen. Das Brot bekommt so eine ganz rösche Kruste und schmeckt hervorragend.
Viel Spaß beim Nachbacken.


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Dieser Beitrag hat 14 Kommentare

  1. Das sieht ja toll aus und
    verführt zum Nachbacken.
    Aber ob ich so eine schöne Optik hinbekomme?

    HBG
    eibauer

    1. Hallo Dietmar,
      mach mal, haut hundertprozentig hin.
      VG
      Gerd

    2. Das Brot ist toll geworden. Habe Roggenkörner gemahlen und kein RM 1150 verwendet – mache ich eigentlich bei fast allen Rezepten mit Roggenanteil so. LG Chris

  2. Ein tolles Brot! Ich habe es gestern nachgebacken, und es wurde noch ganz frisch angeschnitten, LECKER! Heute früh hatte ich noch zwei bereits geschnittene Brotscheiben, und auch die schmeckten ohne auftoasten o.ä. super.

  3. Frage: Weches Fassungsvermögen oder Größe sollte bei der Teigmenge das Garkörbchen haben?

    1. Ein 1 kg-Garkörbchen wäre richtig. Ich habe hier ein ovales genommen.
      VG
      Gerd

  4. Hallo,
    mein Standardbrot, das Doppelback, wir lieben es einfach und ich backe es schon seit mehreren Jahren regelmäßig. Freigeschoben hatte ich bereits schon mal probiert, aber leider hab ich oft das Problem, daß freigesch. Brote einfach immer breit laufen.
    Ich probier ’s aber einfach immer wieder aus. 🙂
    vg
    Heike

  5. Hallo Ketex,
    Ich wollte dieses Brot heute backen. Wie lange stellst du es zur Gare?Da ich noch Backneuling bin hab ich da noch nicht so viel Erfahrung. Ein Gärkörbchen muss ich mir auch noch zulegen. Geht es hier auch ohne? Du verwendest im Rezept Roggenmalz und flüsiges Backmalz. Roggenmalz habe ich nicht und als Backmalz habe ich nur Pulver. Durch was kann ich das Roggenmalz ersetzen? Und wie viel nehme ich von dem Backmalz?
    LG
    Andrea

    1. Bitte kein pulverbackmalz benutzen, sonst wird das Brot klitschig.
      Roggenmalz einfach weg lassen.
      VG
      Gerd

  6. Hallo,
    darf ich noch auf Antwort auf meine Frage hoffen?
    LG, Michael

    1. Hallo Michael,
      ich finde die Frage nicht.
      LG, Axel

  7. Hallo Gerd, wie groß ist dein Gärkörbchen? Das Brot sieht so groß aus und meine Gärkörbchen in denen ich z.B. Das Münsterländer backe vielleicht zu klein?
    Kann ich anstatt Malz auch Melasse benutzen? Bekomme das hier nicht wirklich…
    Lg

  8. Hallo Ketex,

    das freigeschobene DoBack als EinBack habe ich jetzt schon öfters gemacht. Mittlerweile mische ich im Mehl des Hauptteiges aber noch 10 g Flohsamenschalen unter und erhöhe die Wassermenge um 50 g (dann hält das Brot noch länger frisch). Die Knetzeit muss ich dann aber um 2 Min. verlängern. Teig ist immer noch gut zu verarbeiten/wirken. Ich teile es übrigens dann in 2 gleichgroße Stücke für 2 längliche Gärkörbe á 750 g. Diese sind etwas vorgewärmt und stehen dann für ca. 60 Minuten Stückgare auf einem leicht warmen Heizkörper (Rand der Körbe ist erreicht, wie du auch angibst). Ist immer noch genug Ofentrieb vorhanden und auf dem Backstein haben die Teiglinge einen guten Stand.
    Insgesamt ein gutes und schmackhaftes Allround- und Alltagsbrot (natürlich im positiven Sinn!).

  9. Hallo Gerd,

    ein sehr gutes Rezept. Ich habe lediglich die Zeit zum Doppelbacken halbiert. Nach Meinung meiner drei Testesser würde das auch reichen.
    Die Kruste kracht so richtig und der Geschmack ist klasse. Ein Brot was sicherlich des öfteren auf dem Tisch ist.

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