Dez 23

Fröhliche, gesegnete Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahre 2010 wünsche ich allen Blogbesuchern und Backfreunden.

dombrot1

Zu den besinnlichen Tagen möchte ich eine alte Tradition wieder aufnehmen. Angeregt durch eine Fernsehsendung über das Brotbacken besorgte ich mir einen Brotstempel mit dem Zeichen IHS und darüber ein Kreuz.
Der Ursprung des Brotstempels liegt in dem Brauchtum, Gott mit der Brotstempel-Verzierung für das Brot als wichtigstes Grundnahrungsmittel zu danken. Seit Bernhardin von Siena (1380-1444) ist das Monogramm “IHS” üblich, ursprünglich I (Iota), H (Eta) und Sigma (für S), die ersten drei griechischen Buchstaben des Namens Jesus, lat. interpretiert als “Iesus hominum salvator” (Jesus, Erlöser der Menschen).
Eine volksnahe Auslegung für “IHS” war im Mittelalter “Jesus, Heiland, Seligmacher”.

Sauerteig TA 180

  • 260 gr. Roggenmehl 1370
  • 208 gr. Wasser
  • 26 gr. ASG

Alles gut verrühren und 16 – 18 Std. bei Raumtemperatur reifen lassen.

Haupteig

  • Sauerteig
  • 240 gr. Roggenmehl 1370
  • 170 gr. Weizenmehl 1050
  • 245 gr. Wasser
  • 14 gr. Salz
  • 10 gr. Frischhefe (wer mag)

Alles in der Küchenmaschine 7 Minuten kneten und dann 30 Minuten Teigruhe.
Danach rund wirken und in ein rundes Garkörbchen für mind. 75 Minuten geben. Jetzt auf eine Backschaufel vorsichtig stürzen und mit kaltem Wasser abstreichen. Mit dem gut geölten Brotstempel stempeln und mir der Stipprolle einmal um den Teigling fahren. Einschießen und mit 250° 15 Minuten anbacken und mit 180° noch weitere 40 Minuten fertig backen. Schwaden nicht vergessen und nach 15 Minuten den Dampf ablassen.

dombrot3

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written by Ketex

One Ping to “Paderborner Dombrot”

  1. Fotorezept - Assistent-Küchenmaschine.....was spricht dafür....was dagegen....? - Seite 16 Says:

    […] Sauerteig für den Anfang *grins* Hole Die den Roggenansatz von Ketex und dann geht es hier weiter Paderborner Dombrot SIEHE MAL HIER Das ist ganz analog gebacken, ohne Schnickschnack und saulecker! Und es schmeckt […]


12 Responses to “Paderborner Dombrot”

  1. 1. eibauer Says:

    ..mich trieb die Neugierde, Ketex.
    Sieht klasse aus dein Dombrot.
    Bei unserem Bäcker stand einmal ein Schild:
    …Brot von gestern ist nicht hart,
    gar kein Brot ist hart…

    in dem Sinne..allen eine schöne Weihnacht.

    HBG
    eibauer

  2. 2. Paule Says:

    Wünsche auch schöne Feiertage und alles Gute für 2010.
    An dieser Stelle auch ein grosses Lob für all die tollen Brot-Rezepte. Backe schon seit einigen Monaten alle 2 Wochen dein Bauernbrot mit Vorteig. Schmeckt uns am Besten. Vielen Dank dafür und für die tolle Arbeit die du im Netz leistet.
    Liebe Grüsse, Paule

  3. 3. Micha Says:

    Auch ich hoffe, dass Du schöne Weihnachten hattest und wünsche Dir und Deiner Familie viel Freude, Einhelligkeit und Gesundheit für das neue Jahr! Zudem möchte ich mich bedanken, für die vielen tollen Anregungen, die auf Deinem Blog zu finden sind! Dein neuestes Brot mit der Zierde des Brotstempels gefällt mir ausgesprochen gut – ich glaube, so einen brauche ich auch!
    viele liebe Grüße aus Frankreich (bzw. jetzt gerade aus Deutschland)
    Micha

  4. 4. Jutta Says:

    Wie schön, so ein Brotstempel hat was, aber das Brot würde ich auch ungestempelt essen 😛

    Ich ärgere mich, dass ich damals aus Usbekistan keine Stempel mitgebracht habe. Aber 2006 war ich noch nicht so verrückt nach Backen. Dort hat Brot eine geradezu heilige Bedeutung und jedes Brot wurde gestempelt. Auch hatten Familien ihre speziellen Stempel und brachten das ungebackene, gestempelte Fladenbrot zum Bäcker, wo es in runden Öfen gebacken wurde. Man klatschte das Brot an die heißen Ofenwände und wenn es abfiel, war es gut. Durch die Stempel konnte man die Brote den Besitzern zuordnen. Und geschmeckt hat das, einmalig! Du erweckst schöne Erinnerungen, ich sollte mal einen Blogeintrag darüber schreiben.

  5. 5. Ulli Says:

    Wunderbar der Brotstempel!
    Das Team RezkonvSuite wünscht Dir ein glückliches und erfolgreiches Jahr 2010.
    Ilka und Ulli

  6. 6. Chaosqueen Says:

    Ich wünsche Dir ein schönes Jahr 2010 und dass alle Deine Wünsche in Erfüllung gehen.

    Das Dombrot und vor allem mit der Stempelverzierung gefallen mir sehr gut.

  7. 7. Jutta Says:

    Ich habe das Brot in veränderter Form in letzter Zeit permanent nachgebacken, ich glaube sogar, dass es kein Brot gibt, das ich öfter gebacken habe, als dieses hier. Perfekt!

  8. 8. Mariela Cortinas Says:

    Gott sei Dank mal ein Blog, der echte informative Artikel liefert. Leider ist hierzulande die Bloggerei nicht besonders ausgeprägt, hier hat der User aber einen echten Mehrwert. Ich finde auch teilweise die Kommentare sehr interessant. Da sieht man, dass sich jemand wirklich Mühe gemacht hat.

  9. 9. Orgeluse Says:

    … würdest Du verraten, wo man einen solchen Stempel beziehen kann?

  10. 10. Ketex Says:

    Den Stempel habe ich aus Österreich. Bitte google mal ein bisschen.
    VG
    Ketex/Gerd

  11. 11. Orgeluse Says:

    … oh, das habe ich natuerlich gemacht, ich hatte eher anfragen wollen, ob es den Stempel in deinem Shop geben könnte. Habe ich wohl dumm formuliert. Entschuldigung.

  12. 12. Ute Brinkmann Says:

    Den Stempel habe ich in der Schweiz gefunden.
    http://www.getreidemuehlen.ch/zubehoer/diverses/brotstempel-7-cm.php

    auch in Deutschland
    Shop 1: http://www.holzbackofen-welt.eshop.t-online.de
    Shop 2: http://www.backform-kuchenform.eshop.t-online.de

    Und sonst kann man Stempel wohl auch selber machen.
    Die Stempel aus Usbekistan kann man mit geeigneten Naegeln nachbauen – sollte nicht so schwierig sein.

    Happy Baking!

    Ute aus Usa, ein brotloses Land

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