Okt 29

Gerster

Das Gersterbrot ist eine Brotspezialität aus Norddeutschland. Die Teiglinge werden beim Gerstern mit einer offenen Flamme abgegeflämmt. Dieser Vorgang ergibt einen ganz besonderen Geschmack und ein überaus knuspriges Brot. Einige Bäcker haben einen extra für diese Brot entwickelten Gersterofen, in dem die Teiglinge auf einem Laufband durch die Flammen transportiert werden.
Als Hobbybäcker kann man für das Abflämmen einen Lötbrenner oder einen Brenner, den man für Creme Brulée benutzt, nehmen.
Bitte keinen Küchenbrand beim Nachbacken verursachen.

Sauerteig

  • 265 gr. Roggenmehl 997 oder 1150
  • 265 gr. Wasser
  • 27 gr. Roggen-ASG (ASG=Anstellgut)

Alles gut verrühren und 15 – 18 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.

Hauptteig (1 Brot á 1 kg)

  • Sauerteig
  • 275 gr. Roggenmehl 997 0der 1150
  • 140 gr. Weizenmehl 1050
  • 180 gr. Wasser
  • 14 gr. Salz
  • 10 gr. Frischhefe (wer mag)

Alles in der Küchenmaschine 7 Minuten kneten, dann eine Teigruhe von mindestens 30 Minuten.
Danach den Teigling rund wirken und dann lang stoßen. Anschließend mit Wasser abstreichen und gerstern (mit einem Lötbrenner solange abflämmen, bis sich auf der Teigoberfläche kleine dunkle Sprenkel gebildet haben. Jetzt den Teigling in eine Kastenform einsetzen und zur Gare (mit Hefe ca. 70 Minuten) stellen. Bei 260° einschießen, kräftig schwaden und nach 15 Minuten die Ofentür öffnen, den Dampf ablassen und auf 200° noch 45 Minuten fertig backen. Wer eine rösche Kruste haben möchte sollte seinen Ofen die letzten 10 Minuten auf Umluft umstellen und nochmals die Tür öffnen.
Im Manz backe ich die letzten 10 – 15 Minuten mit offener Tür.

gersterkrume

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written by Ketex


12 Responses to “Gersterbrot”

  1. 1. Lutz Says:

    Klingt sehr interessant. Mal sehen, wann ich mir einen Lötbrenner besorge ;) . Schöne Krume!

  2. 2. Jutta Says:

    Es kam, sah und siegte! Gestern gesehen, um Mitternacht noch den Sauerteig angesetzt, heute gebacken – ein knuspriges Gedicht!

    Das Brot ist mir ein bissi dunkel geworden obendrauf :oops: , aber gerade das schmeckt mir besonders gut. Sieht nur doof aus und vom Gerstern keine Spur mehr. Die Krume ist toll, nur einen Fehler hat das Brot: es ist zu wenig – beim nächsten Mal backe ich die doppelte Menge :razz:

    Danke für’s Rezept – ich gebe Bescheid, wenn ich das Brot verbloggt habe (kann dauern…).

  3. 3. sabine Says:

    Hallo Ketex,
    ich habe von dir ein Gersterbrotrezept, in dem du auch einen Vorteig einsetzt. Was hat dich hier bewogen, ihn wegzulassen? Ist kein Unterschied zu erkennen?
    Viele Grüße,
    Sabine

  4. 4. Ketex Says:

    Hallo Sabine,
    es geht so und so und ich habe keinen großen Unterschied feststellen können.
    Viele Grüße
    Ketex/Gerd

  5. 5. sabine Says:

    Lieber Gerd, das ging aber fix :shock: !
    Da ich das Gersterbrot für Morgen geplant habe, versuche ich jetzt mal die vorteiglose Version.
    Vielen Dank für die schnelle Antwort und noch vieleren Dank für das leckere Rezept!
    Sabine

  6. 6. Petra aka Cascabel Says:

    Ein wunderbar saftiges Brot! Gut, dass ich gleich die doppelte Menge angesetzt habe :-)

  7. 7. Sivie Says:

    Schwadest du im Manz oder gilt das nur für andere Öfen?

  8. 8. Ketex Says:

    Hallo Sivie,
    das gilt nur für andere Öfen.
    Viele Grüße
    Gerd

  9. 9. Sivie Says:

    Danke, ich habe nämlich auch noch nie im Manz geschwadet.

  10. 10. Gerhard Says:

    Wir hatten in der Bäckerei nicht nur einen Ofen zum abflämmen (war im Grund wie ein grosses liegendes Wagenrad mit einem Blechtunnel in welchem die Gasflammen waren), sondern auch noch einen großen Ofen bei dem man die gesamte Backfläche (ca. 2 x 3 Meter) auziehen konnte. Da wurden die Brote direkt in Reihen aneinander gesetzt. Vorher wurden die Seiten der Brote mit Schmalz eingepinselt damit man sie nach dem Backen trennen konnte.

  11. 11. Anke Says:

    Lieber Gerd,
    bäckst Du das Brot eigentlich in der Form oder stellst Du es nur darin zur Gare?

    Viele Grüße
    Anke

  12. 12. Ketex Says:

    Hallo Anke,
    ich backe in der Form.
    Viele Grüße
    Gerd

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