Jun 22



Durch die Diskussion im Brotbackforum über Haferbrot und durch die Anregung eines niederländischen Bäckers bei den Herrgottstaler Backtagen der Firma Manz, habe ich jetzt dieses Haferbrotrezept erstellt. Es ist zwar kein Brot mit Hafermehl, aber eben mit Haferflocken. Durch das Anrösten der Flocken bekommt das Brot einen schönen kernigen und nussigen Geschmack.
Interessant war die Bearbeitung der Teiglinge bei diesem Bäcker, auf einem gut bemehlten Leinentuch . Ich habe es mir abgeschaut und muss sagen, es geht ganz hervorragend. Ich hatte noch etwas mehr Wasser im Teig, als im Rezept angegeben und auf dem Tuch lies sich der Teig aber trotzdem wunderbar bearbeiten.
Viel Spaß beim Nachbacken!

Sauerteig

  • 85 g Weizenmehl 550
  • 85 g Wasser
  • 9 g Weizen-ASG

Alles klümpchenfrei verrühren und 16 Stunden bei Raumtemperatur (besser wären 26°) reifen lassen.

Brühstück

  • 300 g kernige Haferflocken (in der Pfanne angeröstet)
  • 600 g heißes Wasser

Erst die Haferflocken rösten und dann mit dem heißen Wasser übergießen und zugedeckt auch 16 Stunden stehen lassen.

Hauptteig (3 kleine Brote á 650 g)

  • Sauerteig
  • Brühstück
  • 475 g Weizenmehl 550
  • 120 g Roggenmehl 1150
  • 200 g Wasser
  • 21 g Salz
  • 15 g Hefe
  • 1 TL flüssiges Backmalz

Aus den Zutaten einen schönen homogenen Teig kneten und 75 Minuten in der Knetschüssel gehen lassen.
Danach den Teig auf eine gemehlte Arbeitsplatte geben, Stücke von 650 g abwiegen und rund wirken. 20 Minuten gehen lassen. Dann lang wirken und mit einem Gemisch aus Ei und Milch abstreichen und in Haferflocken wälzen. Jetzt wieder 20 Minuten gehen lassen. Danach einschneiden und bei 240 ° 30 Minuten backen und dann die letzten 10 Minuten die Temperatur auf 190° herunterstellen.

Beim Einschießen leicht schwaden und nach 10 Minuten den Dampf wieder ablassen.

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written by Ketex


69 Responses to “Haferbrot”

  1. 1. Natascha Says:

    Hammer Brot! Das ist ja so lecker! Danke fuer das tolle Rezept, liebe Gruesse…

  2. 2. Kerstin Says:

    Das Haferbrot ist mittlerweile ein fester Bestandteil auf unserem „Speiseplan“ geworden. Meine Familie und vor allem meine Kolleginnen lieben es, weil es so schön saftig und lecker ist. Ich sollte sogar schon Bestellungen entgegen nehmen 😆 das spricht doch für sich und vor allem für das tolle Rezept…..vielen Dank an Gerd

  3. 3. Angela Says:

    Hallo Gerd,

    das Brot sieht auch wieder super lecker aus. Bisher haben uns immer deine Brote sehr gut geschmeckt! Ich habe auch schon das erste Buch von dir gekauft! Seither kaufen wir kein Brot mehr beim Bäcker :-)
    Nun habe ich aber eine Frage, ich habe nur Roggen-ASG, kein Weizen-ASG. Kann ich das Brot auch damit backen?
    Vielen Dank!
    LG Angela

  4. 4. Lotta Says:

    Hallo Gerd,
    ich bin schon lange eine heimliche Leserin deines blogs. Jetzt möchte ich endlich mal einen Kommentar schreiben und mich für diese vielen tollen Rezepte bedanken. Ich habe schon viele deiner Brotrezepte ausprobiert und wurde von dem Ergebnis noch nie enttäuscht.
    Dieses Haferbrot gehörte lange Zeit zu unseren Favoriten. Nun möchte ich das Weizenmehl durch frisch gemahlenes Weizenmehl ersetzen. Was muss ich dabei beachten?
    Herzliche Grüße und vielen Dank
    Lotta

  5. 5. Kathrin Says:

    Hallo Gerd,

    ich würde gerne dein Haferbrot backen, bin aber etwas ängstlich wegen der Lagerfähigkeit. Schmeckt dieses Brot ähnlich wie Roggen(misch)brote auch noch nach ein paar Tagen oder sollte es wie Weißbrote eher schnell verzehrt werden? Sorry für die dumme Frage aber ich habe bis jetzt einfach nur Erfahrung mit Roggensauerteigbroten gemacht…

    Viele Grüße
    Kathrin

  6. 6. Rosa Says:

    hallo gerd :)
    habe eine kleine frage.. kann ich das weizenmehl weglassen und nur roggenmehl nehmen?
    Danke , Rosa :smile:

  7. 7. Ketex Says:

    Hallo,
    kann man sicher machen, aber es wird dadurch ein ganz anderes Brot und nicht so fluffig.
    VG
    Gerd

  8. 8. Rosa Says:

    hi Gerd, habe das Brot so nachgebacken wie dein rezept.. und es hat mich echt umgehauen..soooooo lecker war das.. Danke dir dafür.. Habe mehr gebacken und eingefroren.. Für mich gibt es kaum ein Brot das so lecker schmeckt wie dieses.. Nochmals danke ..
    P.S. Dir, deine Familie und deine Leser FROHE WEIHNACHTEN und einen GUTEN RUTSCH ins Jahr 2016

  9. 9. Marc Says:

    Hallo,
    Ich lese schon eine Weile hier deine Rezepte und bin froh, dass die Brote bislang alle gelungen sind.

    Eine Frage dazu habe ich aber:
    Kann ich den Sauerteig und das Brühstück auch länger als die angegebenen 16 Stunden stehen lassen?

    Ich bekomme den Zeitraum sonst nicht unter der Woche nicht hin ohne mitten in der Nacht vorbereiten oder backen zu müssen…

    Das Brot schmeckt auf jeden Fall echt toll und ist schön feucht und weich bei knuspriger Rinde. Toll!

    Danke für die Hilfe,
    Marc

  10. 10. Ketex Says:

    Hallo Marc,
    man hat schon ein Zeitfenster von 2 – 3 Stunden.
    VG
    Gerd

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