Aug 20

Sonnenblume1


Bei diesem neuen Rezept wollte ich doch einmal die Wirkung des Weizenmehles T 80 und dem Buratto-Mehl mit Roggenmehl ausprobieren. Es ergab eine Brot mit außerordentlichen Aroma, einer sehr elastischen Krume von mittlerer Porung. Durch die gerösteten Sonnenblumenkerne im Teig bekam das Brot noch zusätzlich einen Kick im Geschmack und auch im Biß. Es ist das perfekte Brot für den Übergang vom Sommerbrot hin zu einem etwas kräftigeren Brot, dass man oft in der kühleren Jahreszeit isst. Ich wünsche viel Spaß bei Nachbacken.

  • Sauerteig
    100 g Roggenmehl 1150
    100 g Wasser
    10 Roggenanstellgut

Alles klümpchenfrei verrühren und 16 – 18 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.

  • Vorteig
    150 g Weizenmehl T 80
    150 g Wasser
    1,5 g Frischhefe

Auch hier alles klümpchenfrei verrühren und 2 Stunden anspringen lassen. Wenn sich vereinzelt kleine Bläschen zeigen abgedeckt für 14 -16 Stunden in den Kühlschrank stellen.

  • Quellstück
    55 g Sonnenblumenkerne (geröstet)
    55 g warmes Wasser
    6 g Salz

Die Kerne und das Salz mit handwarmen Wasser übergiessen und auch über Nacht abgedeckt stehen lassen.

  • Hauptteig
    Sauerteig
    Vorteig
    Quellstück
    155 g Roggenmehl 1150
    100 g Weizenmehl T 80
    125 g Buratto-Mehl
    135 g Wasser
    8 g Salz
    10 g Frisschefe
    1 Tl Backmalz
    Sonnenblumenkerne zum Wälzen

Alle Zutaten 7 Minuten in der Küchenmaschine kneten.
Anschließend eine Teigruhe von 30 Minuten einhalten. Nun den Teigling rund formen. Anschließend lang stoßen und die Oberseite mit Wasser abstreichen. Dann in Sonnenblumen kerne wälzen und in ein ovales Garkörbchen legen. Die Gärzeit liegt bei 26° um die 60 Minuten. Bei Raumtemperatur länger.
Den Ofen auf 250° vorheizen.
Den Teigling nach der Gare auf einen Schießer stürzen, einmal mittig einschneiden und in den Ofen geben. Kräftig schwaden. Nach 10 Minuten den Schwaden wieder abziehen lassen und nach 15 Minuten die Temperatur auf 180° herunter stellen. Noch in weiteren 45 Minuten das Brot fertig backen. Auf einem Rost auskühlen lassen.

Sonnenblume

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written by Ketex

Aug 11

schnittbroetchen

Hier ein Rezept mit dem von mir im Shop angebotenen Brötchenbackmittel. Man bekommt innerhalb von 3 Stunden hervorragend schmeckende Brötchen. Sicherlich werden einige wieder aufschreien, oh nee, diese Zutaten mit den Enzymen und E-Nummern, aber ich sage: „Jeder kann entscheiden, ob er das Mittel benutzt oder nicht!!!!“
Ich habe ohne das Brötchenbackmittel solche, von der Farbe, der Form, dem Ausbund und vom Fenstern für mich perfekten Brötchen noch nicht hinbekommen. Sie haben ein Teiggewicht von ca. 80 – 83 g und ein Innenleben, dass mit den wattigweichen Bäckerbrötchen nichts zu tun hat. Der Geschmack wird durch den getrockneten Weizen-Natursauerteig sehr positiv beeinflusst. Wer will kann ihn natürlich auch weglassen. Ich wünsche viel Spaß beim Nachbacken.

  • Hauptteig (20 Brötchen)
    1 kg Weizenmehl Typ 550
    30 g Brötchenbackmittel
    35g Frischhefe
    22 g Salz
    20 g getrockneter Weizen-Natursauerteig
    10 g Butter
    600 g Wasser 32 – 35° warm

Die Zutaten 10 – 13 Minuten intensiv kneten.
Ideal ist eine Teigtemperatur von 27 – 28 Grad.
Nach dem Kneten den Teig 15 Minuten ruhen lassen.
Nach der Teigruhe Teiglinge abwiegen erst rund und dann länglich formen (Stückgewicht 80 – 83 g).
Die Teiglinge mit einem Messer oder einer Rasierklinge mittig einschneiden und mit der Schnittfläche nach unten in Leinentücher legen.
Zur Gare 30 – 45 Minuten bei möglichst 28° stellen. Die Teiglinge umdrehen und auf ein Lochblech setzen.
Bei 230 Grad 20 Minuten backen. Beim Einschießen kräftig schwaden und nach 10 Minuten den Dampf vollständig abziehen lassen.

Fenstern:

schnittbroetchen1

Ausbund:

schnittbroetchen2

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written by Ketex

Aug 02

Pizza

Nachdem ich vor geraumer Zeit „meine weltbeste Pizza“ vorgestellt habe, muss ich mein Urteil heute revidieren. Dieses Rezept mit dem Buratto-Mehl ist noch ein bisschen besser. Der Teig lässt sich sehr dünn ausrollen und es gibt eine wirklich knusprige Pizza mit hervorragenden Geschmack. Es ist etwas ganz anderes als eine Pizza „American Style“. Der Belag besteht aus Tomatensosse, gewürzt mit Oregano und wer mag auch mit Piment d`Espelette. Der Belag, der erst nach dem Backen auf die Pizza kommt, besteht aus Parmaschinken und Rucola. Eine Vinaigrette auf Ölivenöl, Pfeffer, Salz und Balsamico-Essig. Darauf kommen gehobelte Späne von Parmesan-Käse. Ich kann nur sagen, dass Ganze ist ein Gedicht.

  • Hauptteig
    150 g Weizenmehl T65 La Banette
    150 g Mulino Marino Farina di Grano tenero Buratto Bio Typo 2
    180 g Wasser
    3 g Frischhefe
    6 g Salz

Alle Zutaten in der Küchenmaschine 10 Minuten kneten, den Teig zu einem Ball formen und in eine Schüssel geben. Die Schüssel abgedeckt für mindestens 48 Stunden in den Kühlschrank stellen.
Am Backtag den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und akklimatisieren lassen. Zwei gleiche Teile abwiegen und rund formen und nach und nach auf eine Größe von 30 cm im Durchmesser ausrollen oder wer kann über die Faust ziehen. Ich habe gelochte Pizzableche aus Blauglanzblech.
Den Ofen auf höchste Stufe aufheizen, bei mir sind dass 300°. Die Pizza mehrmals mit einer Gabel einstechen und für 2 Minuten anbacken. Dann die Tomatensoße darauf verteilen und nochmals für 3 – 4 Minuten backen.
Herausnehmen und mit dem Schinken, Rucola belegen und dann die Vinaigrette darauf tropfen lassen und die Parmesan-Hobel darauf verteilen. Guten Appetit!

Pizza1

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Jul 20

Toulouse

Auf der Suche nach dem ultimativen Rezept für ein französisches Landbrot bin ich beim Ausprobieren auf die Mischung der 3 verschiedenen Mehle gestoßen. Als erstes das T 65 La Banette steht für eine größere Porung und einer röschen Kruste. Das Weizenmehl T 80 für einen kräftigeren Biss und eine gewisse Herzhaftigkeit und das Grano tenero Buratto für ein erhöhten Glutenanteil. Das Weizenmehl T 80 und Buratto-Mehl werden auf Stein gemahlen, was dem Brot nochmals eine kräftigere Struktur verleiht. Die Porung ist nicht zu groß und die Kruste schön rösch.
Für mich ist diese Rezept für ein französisches Landbrot, das beste, was ich in den vielen Jahren meiner Backkarriere kreiert habe und es kommt den Broten, die ich in der Touloser Markthalle im Urlaub gekauft habe sehr, sehr nahe. Deshalb habe ich es auch Toulouser Landbrot genannt.

Toulouse1

  • Sauerteig
    150 g Weizenmehl T 65
    150 g Wasser
    15 g Weizenanstellgut

Alles klümpchenfrei verrühren und dann in 16 Stunden reifen lassen. Gut wären 26° doch geht auch Raumtemperatur, nur da geht der Sauerteig etwas länger.

  • Hauptteig (2 Brote á 1025 g Teiggewicht)
    Sauerteig
    500 g Weizenmehl T 65
    400 g Weizenmehl T 80
    150 g Mulino Marino Farina di Grano tenero Buratto Bio Typo 2
    600 g Wasser
    24 g Salz
    4 g Frischhefe

Alle Zutaten ohne das Salz vermischen. 20 Minuten zur Autolyse stehen lassen. Danach das Salz zugeben und solange kneten, bis sich der Teig von der Schüssel löst.
Es schließt sich eine Stockgare von 2,5 Stunden bei 26° an. Alle 50 Minuten einmal „stretch & fold“ (strecken und falten) einlegen.
Nach dieser Zeit den Teig zu 2 Leiben á ca. 1025 g aufarbeiten. In gut bemehlte Garkörbchen legen (mit dem Schlusss nach oben) und 2 weitere Stunden zur Gare bei 26° stellen.
Die Brote auf einen Schießer stürzen, einschneiden und mit viel Schwaden in den Ofen geben. Anbacken bei 250° für 15 Minuten und dann auf 190 – 210° den Ofen herunter stellen und in weiteren 35 Minuten die Brote fertig backen. Auf einem Rost abkühlen lassen.

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Jul 10

Bendine

Dieses Rezept habe ich zur Ehre einer alten Dame so genannt. Sie hat noch im hohen Alter an der Kasse unseres heimischen Bäckers gestanden und trotz großer Augenschwäche die Kunden „abkassiert“. Der Kick bei diesen Brötchen ist die Beimischung von Mandeln, die mit den anderen Saaten geröstet werden. Ein kleinen Teil dieser Saatenmischung kommt auch in den Teig und somit erhält das Brötchen einen wunderbaren Geschmack. Außerdem habe ich zum ersten mal in einem Brötchenrezept das Buratto-Mehl Typo 2 benutzt. Durch den hohen Glutenanteil ergibt sich einer schöne Porung und das Innenleben wird elastisch. Dieses Mehl ist einfach wunderbar. Ich weiß, es ist nicht ganz billig, aber ab und zu sollte man sich so etwas schon mal gönnen.

  • Hauptteig (10 Brötchen)
    250 g Weizenmehl T 65
    140 g Weizenmehl Farina di Grano tenero Buratto Bio Typo 2
    40 g Weizenvollkornmehl
    185 g Wasser
    95 g Buttermilch
    15 g Frischhefe
    13 g Salz
    15 g Roggenmalz
    je 25 g Sesam, Leinsamen, Sonnebblumenkerne, Weizenschrot, Mandeln gehackt oder als Plättchen, und Haferflocken schön vermischen und gut rösten

Die Saatenmischung in der Pfanne schön braun anrösten. 50 g abnehmen und mit 50 g Wasser vermischen. Dass ist der Teil der in den Teig kommt.
Jetzt alle Zutaten in der Maschine 10 – 12 Minuten kneten. Anschließend eine Teigruhe von 20 Minuten einhalten.
Danach einmal „stretch & fold“ einlegen und den Teig in einer Schüssel 60 Minuten abgedeckt gehen lassen. Jetzt wieder einmal „stretch & fold“ einlegen und anschließend den Teig zu einem Rechteck von ca. 1 cm Dicke ausrollen.
Mit dem Teigabstecher Rechtecke von 8 cm Kantenlänge abstechen mit Wasser abpinseln und die Ober- und die Unterseite in die Saatenmischung drücken. Auf ein Lochblech setzen und die Brötchen 45 Minuten gehen lassen.
Mit viel Schwaden bei 230° 20 Minuten schön bräunlich backen.
Nach 10 Minuten den Dampf ablassen und eventuell mit angelehnter Ofentür (wegen der Rösche) zu Ende backen. Auf einem Rost abkühlen lassen.

Bendine1

Bendine2

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Jul 04

spitz

Jetzt zur Grillzeit, ein wirklich leckeres Brot!
Vor einiger Zeit habe ich mir ein Film über die Bäcker in Wien im Fernsehen angeschaut. Dabei haben mich die Formen der Brote der türkischen Bäcker fasziniert.
Die Wortschöpfung „Spitz“ stammt aber von mir, wobei ich mir die Form aus diesem Film abgeschaut habe.
Außerdem wollte den getrockneten Natursauerteig bei Weizenteigen ausprobieren und die richtige Dosierung zu finden. Der Hersteller gibt 2 – 4 % der Mehlmenge als Zugabe an. Ich habe 2 % genommen und bin damit voll zufrieden.
Hier nun das Rezept:

Poolish (Vorteig)

  • 150 gr. Weizenmehl 550
  • 150 gr. Dinkelmehl 630
  • 30 gr. Roggenmehl 1150
  • 330 gr. Wasser
  • 3,3 gr. Frischhefe

Alles gut verrühren und 2 Std. bei Raumtemperatur anspringen lassen, danach für mindestens 10 std. in den Kühlschrank stellen. Morgens ansetzen und abends dann den Hauptteig machen.

Hauptteig

  • Poolish
  • 300 gr. Weizenmehl 550
  • 300 gr. Dinkelmehl 630
  • 70 gr. Roggenmehl 1150
  • 270 gr. Wasser
  • 20 gr. Salz
  • 1 EL flüssiges Backmalz
  • 6,7 gr. Frischhefe
  • 20 g getrockneter Natur-Weizensauerteig

Alle Zutaten mindestens 15 Minuten kneten und anschließend in eine große Schüssel für mindestens 12 Std. in den Kühlschrank geben.
Am Backtag den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und 1 Std. akklimatisieren lassen. 4 Teile à ca. 430 gr. abwiegen und rund wirken. Nach einer kurzen Teigruhe den Teig ähnlich wie Baguette formen und die Enden spitz formen und 90 Minuten in Leinentücher zur Gare stellen. Einmal der Länge nach einschneiden. Abbacken bei 230° in 25 Minuten. Kräftig schwaden und den Dampf nach 15 Minuten wieder ablassen. Ich backe die letzten 5 Minuten mit offener Backofentür um eine schöne Rösche zu bekommen.

spitz1

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Jun 24

mohn1


Bei meinem üblichen Informationsgang durch die heimischen Bäckereien fielen mir diese Mohnbrötchen auf. Da wir Mohn sehr gerne essen musste ich mich sofort zu Hause daran machen, so ein Rezept zu erstellen und solche Mohnbrötchen nach zu backen. Es ist wieder ein Rezept mit langer kalter Führung geworden. Wer es schneller mag, kann diese Brötchen auch mit Brötchenbackmittel innerhalb von 3 Stunden backen. Dann muss man allerdings den Vorteig weglassen. Beide Varianten habe ich nachgebacken und muss sagen, beide schmecken sehr gut, nur die Brötchen mit der langen, kalten Führung sind im Geschmack etwas intensiver. Viel Spaß beim Nachbacken.

  • Vorteig
    75 g Weizenmehl T 65/550
    75 g Dinkelmehl 630
    150 g Wasser
    1,5 g Frischhefe

Alles klümpchenfrei verrühren und 2 Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen. Wenn Sich vereinzelt kleine Bläschen zeigen den Vorteig abgedeckt in den Kühlschrank für weitere 8 – 24 Stunden stellen.

  • Hauptteig (für 10 Brötchen)
    Vorteig
    175 g Weizenmehl T 65/550
    175 g Dinkelmehl 630
    150 g Wasser
    20 g getrockneter Weizensauerteig
    10 g Salz
    3,5 g Hefe
    30 g Mohn für den Teig
    10 g Butter
    Mohn für die Dekoration

Alle Zutaten in der Maschine außer der Butter 10 – 15 Minuten in der Küchenmaschine kneten, dann die Butter zugeben und nochmals 2-3 Minuten kneten. Danach den Teig wieder für 12 Stunden in den Kühlschrank stellen.
Am Backtag den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und Raumtemperatur annehmen lassen (ca. 2 Stunden). Dann den Teig in 10 gleiche Teile teilen und schön rund schleifen. Dann längst rollen. In der Zwischenzeit eine Schale mit einem leicht befeuchteten Lappen herrichten und die Teiglinge darin einmal wälzen und dann in Mohn wälzen. Mit einer Rasierklinge mittig einschneiden und den Schnitt wieder zudrücken und auf den Schnitt in Leinentücher legen. Die Brötchen für 45 Minuten bei 26° in der Gärbox zur Gare stellen. Bei Raumtemperatur ca 90 Minuten.
Dann die Brötchen umdrehen und auf ein Lochblech legen und mit viel Schwaden in den Backofen geben. Backzeit sind 16 – 20 Minuten je nach Ofen. Backtemperatur 230°.
Danach auf einem Rost auskühlen lassen.

mohn2

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written by Ketex

Jun 15


Seitdem ich die kleinen 750g-Formen in meinen Shop aufgenommen habe, bekomme ich laufend Anfragen, nach Rezepten dazu. Hier nun ein Weißbrot mit langer, kalter Führung und zusätzlichen Aromageber (getrockneter Weizensauerteig). Die ersten Testesser waren vollauf begeistert und meinten, wie das Weißbrot, was sie früher beim Handwerks-Bäcker kaufen konnten.

Sicher, einige Brotbackkünstler werden dieses Rezept als ziemlich trivial abtun, aber ich habe mir auf die Fahne geschrieben, einfache Rezepte, die für Jedermann gut nachbackbar sind, in meinem Blog vorzustellen. Ich wünsche viel Spaß und gutes Gelingen beim Nachbacken.

weisssbrot

weissbrot1

 

 

Rezept für drei 750g-Formen (in Klammern für eine 750g-Form) Teigeinwaage ca. 510 g, Teigausbeute 163

  • Vorteig
    112 g (38 g) Weizenmehl T 65
    112 g (38 g) Dinkelmehl 630
    25 g (8 g) Roggenmehl 1150
    250 g (84 g) Wasser
    2,5 g (0,8 g) Frischhefe

Alle Zutaten klümpchenfrei verrühren und 2 Stunden bei Raumtemperatur abgedeckt anspringen lassen. Wenn sich vereinzelt kleine Bläschen zeigen für weitere 8 -10 Stunden (morgens ansetzen und bis abends) in den Kühlschrank bei +5° stellen.

  • Hauptteig
    Vorteig
    300 g (100 g) Weizenmehl T 65
    300 g (100 g) Dinkelmehl 630
    70 g (23 g) Roggenmehl 1150
    325 g (108 g) Wasser
    6 g (2 g) Frischhefe
    16 g (5 g) Salz
    16 g (5 g) getrockneter Weizensauerteig (zusätzlicher Aromageber)
    20 g Butter(7 g)
    1 EL (1 TL) flüssiges Backmalz

Abends alle Zutaten in der Küchenmaschine 12 – 15 Minuten kneten, danach den Teig in eine große Schüssel geben und feucht abgedeckt in den Kühlschrank stellen.
Morgens den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und 1 Stunde akklimatisieren lassen. Dann den Teig in 3 gleiche Teile teilen und erst rund und dann lang wirken.
Den Teig in die kleine 750g-Formen legen und mindestens 1 Stunde bis 90 Minuten bei Raumtemperatur zur Garre stellen. Den Ofen in der Zwischenzeit auf 230° vorheizen. Die Brote in der Mitte einmal einschneiden, in den Ofen stellen und mäßig schwaden. Nach 15 Minuten den Ofen auf 200° herunter stellen und noch 20 Minuten fertig backen. Auf einem Rost abkühlen lassen.

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Jun 05

kaiser3

Ganz am Anfang meiner Backleidenschaft, habe ich mir den auf den Bild zu sehenden Kaisersemmel-Stüpfler gekauft. Ich wusste nie, wie man ihn richtig benutzt und so verschwand er in den Tiefen meiner Geräteschublade. Jetzt beim Aufräumen viel er mir wieder in die Hände. Ich befragte einen befreundeten Backmeister, wie man so ein Ding benutzt und suchte auf Youtube ein Video dazu. Ganz so schwer, wie ich es mir vorgestellt habe ist die Handhabung nicht. Ich machte mich an die Arbeit und hier seht ihr meinen Versuch. Heute benutzt man häufig nur den Kaisersemmel-Stempel. Das Handschlagen für Kaisersemmel muss ich allerdings noch oft üben, um es hinzukriegen. Es ist ganz hohe Backkunst.

  • Vorteig
    150 g Weizenmehl 550
    150 g Weizenmehl T 65
    30 g Roggenmehl 1150
    330 g Wasser
    3 g Frischhefe

Alle Zutaten klümpchenfrei verrühren und 2 Stunden bei Zimmertemperatur anspringen lassen. Danach den Vorteig über Nacht abgedeckt in den Kühlschrank stellen.

  • Hauptteig
    Vorteig
    500 g Weizenmehl 550
    100 g Weizenmehl T 65
    70 g Roggenmehl 1150
    270 g Wasser (35°)
    15 g getrockneter Weizensauerteig (Aromageber)
    30 g Brötchenbackmittel
    22 g Salz
    20 g Frischhefe

Alle Zutaten in der Küchenmaschine 15 Minuten kneten Die Teigtemperatur sollte zwischen 26 – 28° sein.. Danach eine Teigruhe von 15 Minuten einhalten. Jetzt 20 Teile von ca. 80 – 83 Gramm abwiegen. Diese sehr schön rund schleifen und abgedeckt 20 Minuten ruhen lassen. In der Zwischenzeit ein Gemisch aus Roggenmehl und Speisestärke (Verhältnis 1:1) herstellen und über die Teiglinge streuen und sie darin wälzen. Den Stüpfler mittig auf die Teigkugel ansetzen und kräftig nach unten drücken. Schon ist das Muster des Kaisersemmel sichtbar. Die so gestüpfelten Semmel mit dem Gesicht nach unten auf ein Blech zur Gare stellen. Länge der Gare ca. 45 Minuten bei Raumtemperatur.
Nach der Gare die Teiglinge umdrehen und auf ein Lochblech legen. Mit einer Sprühflasche kräftige besprühen und mit viel Schwaden bei 230° in den vorgeheizten Ofen geben. Nach ca. 20 Minuten sind die Kaisersemmel fertig.

kaiser1

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Mai 29

schrötchen


Hier das erste Rezept mit einem getrockneten Sauerteig. Er dient als Aromageber. Auch kann man mit solch einem getrockneten Sauerteig recht schnell ein Sauerteigbrot backen, ohne die 16 Stunden auf das Herstellen eines Sauerteiges zu warten. Da dieser getrocknete Sauerteig keine Triebkraft mehr hat, sollte immer etwas Hefe zum Teig genommen werden. Ich war bei den Schrötchen (den Namen hat meine Frau erfunden Brötchen mit Schrot = Schrötchen) überrascht, wie die 10 g und der Vorteig sich im Geschmack so positiv auswirken. Ich kann nur sagen:“Ausprobieren“.

  • Aromavorteig
    300g Weizenmehl 550
    30 g Roggenmehl 1150
    10 g getrockneter Weizen-Sauerteig (Aromageber) aus meinem Shop
    3,3 g Frischhefe
    330 g Wasser

Alles gut verrühren und anspringen lassen. Wenn sich nach ca. 2 Stunden kleine Bläschen auf dem Teig zeigen, ihn abgedeckt für 10- 12 Stunden in den Kühlschrank stellen.

  • Hauptteig
    Aromavorteig
    600 g Weizenmehl 550
    70 g Roggenmehl 1150
    270 g Wasser (warm)
    22 g Salz
    25 g Frischhefe
    30 g Brötchenbackmittel (aus meinem Shop)
    20 g Butter

Alle Zutaten in der Küchenmaschine ca. 12 – 15 Minuten kneten. Der Teig sollte sich von der Schüssel lösen und eine Teigtemperatur von 26 – 28° haben. Jetzt eine Teigruhe von 15 Minuten einhalten. Danach den Teig in 20 Stücke á ca. 80 – 83 g abwiegen. Rundschleifen und 10 Minuten entspannen lassen.
Jetzt die Brötchen lang rollen über ein feuchtes Tuch rollen und dann in Weizenschrot (mittel) wälzen. Mit einer Rasierklinge oder einem Zackenmesser mittig recht tief einschneiden. Den Schnitt zudrücken und in verkehrt herum, also mit dem Schnitt nach unten in Leinentücher legen.
Nach der Gare von 30 – 45 Minuten die Schrötchen wieder umdrehen und auf ein Lochblech legen. Den Ofen in der Zwischenzeit auf 230 – 240° vorheizen und die Brötchen mit möglichst viel Schwaden einschießen. Nach 12 Minuten die Ofentür öffnen und den restlichen Dampf ablassen Insgesamt ca. 20 -22 Minuten backen. Zwischendurch noch einmal die Ofentür öffnen, damit der Dampf abziehen kann. Die Schrötchen auf ein Rost geben und abkühlen lassen.

schrötchen1

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written by Ketex