Siebenbürgisches Hausbrot

Siebenbürgisches Hausbrot
bread braun

Dieses puristische alte Brotrezept besteht nur aus 3 Zutaten: Mehl, Wasser und Salz! Unsere Altvorderen wussten, wie man aus diesen drei Dingen ein sehr schmackhaftes Brot herstellen konnte. Leider gerät dieses Wissen immer mehr in Vergessenheit, und manche Hobbybäcker streben nach einem perfekt aussehenden Brot mit möglichst optimaler Krume und experimentieren – wie im “Brotbackforum” – mit solchen Mitteln wie Milliose, Lecithin usw.
Dieses Rezept beweist, dass man solche Mittel zum Brotbacken wirklich nicht braucht!!!
Ich wünsche viel Spaß beim Nachbacken.

 

1. Starter

Alle 4 Zutaten gut zusammenrühren und etwas kneten. Über Nacht in einer Schüssel in der Küche mit einer Klarsichtfolie abgedeckt stehen lassen. Dann in ein großes Schraubglas geben und in den Kühlschrank für mindestens 48 Std. stellen. Der Starter kann aber auch durchaus 2 Wochen im Kühlschrank stehen und geht noch schön stark auf.

2. Sauerteig

Alles gut verkneten und 16 Std. in der Küche in einer großen Schüssel mit Klarsichtfolie abgedeckt stehen lassen. Der Sauerteig ist dann gut aufgegangen und hat viele Bläschen.

3. Hauptteig

4. Zubereitung

Das Mehl mit dem Wasser in der Küchenmaschine verkneten (ca. 4 Minuten) und 30–45 Minuten im Kessel stehen lassen (Autolyse). Dann den Sauerteig sehr gut unterkneten (ca. 15 Minuten) und kurz vor Ende der Knetzeit das Salz einrieseln lassen.
Von diesem Teig 150 g als Starter für das nächste Backen aufheben und nach 1 Std. in den Kühlschrank stellen. (Wenn man keinen Starter zurückhalten möchte, wird das Brot halt ein bißchen größer.)
Jetzt schließt sich eine Teigruhe von 1 Std. an. Danach wirken, in ein gut bemehltes Garkörbchen geben und ca. 70 Minuten zur Gare (26°) stellen.
Nicht vergessen, den Ofen in der Zwischenzeit auf 230° vorzuheizen. Den Teigling vorsichtig auf ein Backblech stürzen, mit dem Bäckermesser nach Gusto (z. B. strahlenförmig) einschneiden und in den Ofen schieben.
Bei 230° 15 Minuten anbacken, bis die gewünschte Bräune erreicht ist, und dann fallend auf 180° noch 40 Minuten fertig backen. Schwaden (mit einer Blumenspritze Wasser an die Ofenwände spritzen) nicht vergessen.
Nach 15 Minuten den Dampf ablassen.
Zur Kontrolle, ob das Brot fertig gebacken ist, klopft man auf die Unterseite. Es sollte schön hohl klingen. Man kann auch mit einem Thermometer die Kerntemperatur messen. Sie sollte mindestens 93° haben.
Das fertige Brot auf einem Gitterrost auskühlen lassen.


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Dieser Beitrag hat 59 Kommentare

  1. Bei mir wird das Brot nichts. Was mache ich denn nur falsch. Alle anderen werden super. Danke im voraus

    1. Hallo Nadine,
      biite schreib mir, wie Du vorgegeangen bist.
      VG
      Gerd

  2. Ich habe nach deinem Rezept gearbeitet, nur nehme ich fertiges Anstellgut. Liegt es vielleicht daran? Ich bekomme selber das Anstellgut nicht hin.

  3. Hallo,
    ich würde gerne das Brot ausprobieren bin aber was Brot backen angeht noch blutige Anfängerin. Verstehe ich richtig, dass bei diesem Rezept die Herstellung des Weizenanstellguts vorrausgesetzt wird (also das man diese Zutat parat hat bevor man dem Brotrezept folgt). Wenn das zutrifft, gibt es hier auch ein Rezept, dass die Herstellung dieses Weizeanstellguts beschreibt? Ich weiß nämlich nicht wie sich dieses zusammensetzt..
    Vielen Dank für die Hilfe,
    Tessa

  4. Hallo, ich habe nur Trockensauerteig, geht das auch und viel muss ich davon nehmen???. Wäre echt klasse, ich liebe herzhafte gut schmeckende Brote, und würde mir Freude machen wenn ich hier Hilfe bekommen könnte um besser zu werden. Vielen Dank und einen LG rosi

  5. Hallo Gerd,

    ich habe mich an diesem Brot nun schon mehrfach probiert, mit (zum Glück) zunehmendem Erfolg, denn es schmeckt einfach super lecker. Trotzdem komme ich jedes Mal ins „Schwitzen“…Frage: Ich halte mich mit Wasser zurück, vor dem Einarbeiten des Sauerteiges bleibt der Teig eher rund und „kompakt“. Nach dem Kneten und Einarbeiten des Salzes ist der Teig immer sehr klebrig und bleibt kaum in Form, sondern „läuft“. Muss ich hier mehr kneten, noch weniger Wasser nehmen oder doch mehr Mehl? Wenn ich es richtig verstehe, muss der Teig schon recht gut in Form sein, damit dann beim Rundwirken kaum noch Mehl eingesetzt werden muss, richtig?
    Ich würde mich über „bäckerische Beratung“ freuen! Danke!
    LG
    Martina

    1. Hallo Martina,
      ich würde noch etwas weniger Wasser nehmen und noch etwas länger kneten.
      VG
      Gerd

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