Pane siciliano

bread braun

Anfangs des Jahres schon mal ein kleiner Vorgeschmack auf den Sommer! Natürlich schmeckt dieses Brot auch zu anderen Jahreszeiten. Ich kam auf das Rezept, als ich mich auf dem Blog von Karin Anderson aus Amerika umschaute, aber ich glaube, das Rezept ist von Stefanie von „Hefe und mehr“. Wer letztendlich der Verfasser des Rezeptes ist, ist eigentlich egal, Hauptsache ist doch, dass es gelingsicher ist und auch noch gut schmeckt. Das kann ich von diesem Rezept wirklich behaupten.
Die Vorbereitungszeit ist allerdings recht lange, da der alte Teig (Pâte fermentée) 2-3 Tage (oder auch länger) im Kühlschrank verbringt. Allerdings entschädigt der Geschmack!

 

1. Pâte fermentée

(alter Teig)

Aus den Zutaten einen festen Teig kneten und abgedeckt im Kühlschrank für 2-3 Tage (oder auch länger) lagern.

2. Hauptteig

  • Pâte fermentée
  • 227 g Weizenmehl T 65 oder 550
  • 227 g Hartweizengrieß fein
  • 235 g Wasser
  • 30 g Olivenöl
  • 20 g Honig
  • 9 g Salz
  • 9 g Frischhefe
  • Sesamsaat zum Bestreuen

3. Zubereitung

Am Backtag den „alten Teig“ (Pâte fermentée) aus dem Kühlschrank nehmen. Davon viele kleine Teile abstechen und ca. 2 Stunden akklimatisieren lassen. Auf diese Weise kann sich der alte Teig besser mit dem Hauptteig vermischen.
Alle Zutaten in der Küchenmaschine 10-15 Minuten mit langsamer Geschwindigkeit kneten. Danach den Teig in eine leicht geölte Teigwanne legen und so lange warten, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
Jetzt 4 gleich große Teile abstechen und wie zu Baguettes formen. Ca. 5 Minuten ausruhen lassen und die Baguettes zu langen, gleichmäßigen Strängen rollen. Sie sollten zum Schluss eine Länge von 60-65 cm haben. Es dauert schon etwas länger, da der Teig sich immer wieder zusammenzieht. Man sollte dann immer wieder Pausen von 5 Minuten machen.
Jetzt wird der Teigstrang zu einem verkehrten S zusammen gedreht, von jeder Seite zur Hälfte.
Vorsichtig auf ein Backblech setzen, mit Wasser abpinseln und mit Sesam bestreuen. Die Backbleche in eine große Mülltüte stellen. Die Tüte etwas aufblasen und verschließen.
Die Bleche bis zum nächsten Morgen in den Kühlschrank stellen.
Am nächsten Tag die Bleche aus dem Kühlschrank nehmen und die Teiglinge ca. 1 Stunde akklimatisieren lassen. Die Brote sind jetzt schön aufgegangen.
Den Ofen vorher auf 220° aufheizen und die Brote (je nach gewünschter Bräune) 25-30 Minuten backen.


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Dieser Beitrag hat 6 Kommentare

  1. Wie schôn, dass dir dieses leckere Brot auch so gut gefällt! Marcus hat Recht, das Rezept ist aus Reinhart’s „Bread Baker’s Apprentice“ und da wird Stefanie es auch herhaben.
    Es ist schade, dass Reinhart’s Bücher in Deutschland so wenig bekannt sind, und dass keiner sich die Mühe macht, sie zu übersetzen (inklusive der entsprechenden deutschen Mehltypen).
    LG, Karin

  2. Tolles Brot und ist mir sehr gut gelungen 😀 Mein Mann und meine Kinder waren begeistert. Dann hab ich heute morgen meiner Mutter auch eins…noch warm natürlich..gebracht und sie hätte am liebsten ein ganzes Brot auf einmal gegessen:) Danke für Deine tolle Seite 😛

  3. Ich habe gerade das Buch „The Bread Baker’s Apprentice“ von Peter Reinhardt vor mir liegen. Da steht es auf Seite 198 :-).

  4. Hallo Gerd,
    tolles Brot, sehr fein und geschmackvoll. Das fanden auch die Mitesser. Die Verarbeitung ist ja wirklich einfach und das alles ohne Nachtschicht.
    Vielen Dank fürs Rezept und liebe Grüße an Euch Beide.
    Hanne

  5. Hallo Gerd,
    sieht wirklich lecker aus. Die Krume ist dir wie immer super gelungen.
    Lieben Gruß Dagmar

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