beyaz ekmek = türkisches Weißbrot

bread braun

Durch einen Filmbericht im Fernsehen über türkische Bäcker in Wien wurde ich auf deren puristische Art, ein Brot zu backen, aufmerksam. Sicher: solche Brote habe ich schon öfters gebacken, aber die türkischen Bäcker machen fast all ihre Brote aus diesen wenigen Zutaten. Mehl, Wasser, Hefe und mehr oder weniger Salz reichen ihnen dazu.
Durch Vorteige über Nacht oder sogar über mehrere Tage erreichen sie einen wirklich hervorragenden Geschmack. Alle Brote heißen auf türkisch „ekmek“!
Dieses Rezept ist ganz leicht nachzubacken, und es hat einen wunderbaren Geschmack. Viel Spaß beim Nachbacken!

1. Poolish (Vorteig)

Alles klümpchenfrei verrühren und morgens ansetzen. Abgedeckt bei Raumtemperatur 2 Stunden anspringen lassen und dann für den Rest des Tages in den Kühlschrank stellen.

2. Hauptteig

  • Vorteig
  • 750 g Weizenmehl 550
  • 430 g Wasser
  • 12,5 g Frischhefe
  • 20 g Salz (wer mag)

3. Zubereitung

In der Küchenmaschine die gesamten Zutaten ca. 15-18 Minuten kneten. Den Teig aus der Schüssel nehmen, schön rundformen und in eine große Schüssel geben. Abgedeckt über Nacht in den Kühlschrank stellen.
Morgens den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und akklimatisieren lassen. 5 gleich große Teile abwiegen und rundschleifen. Nach einer Ruhezeit von 20 Minuten die Teiglinge in eine längliche Form mit spitzen Enden bringen und in einem bemehlten Leinentuch zur Gare bringen. Diese sollte 45 Minuten dauern. Dann die Teiglinge mit einer Kippdiele auf den Brotschiesser legen und mittig tief einschneiden. Mit viel Schwaden in den Ofen einschießen und in 25 Minuten schön goldbraun ausbacken. Den Ofen sollte man vorher natürlich vorheizen auf 230°.
Nach 10 Minuten die Ofentür öffnen und den restlichen Dampf abziehen lassen. Je nach gewünschter Bräune die Brote aus dem Ofen nehmen und auf einem Rost abkühlen lassen.


--Rezept als PDF downloaden / drucken--


Dieser Beitrag hat 25 Kommentare

  1. Wenn beim Vorteig steht „für den Rest des Tages in den Kühlschrank stellen“ geht für mich daraus nicht hervor, dass der Teig noch eine Nacht im Kühlschrank stehen soll. Ich habe den Kommentar zu spät gelesen und den Hauptteig abends gemacht. Soll/kann ich den jetzt nochmal zwei Nächte ruhen lassen oder trotzdem morgen verarbeiten?

    Danke im Voraus
    Ursula

    1. Hallo Ursula,
      ich war unterwegs und konnte nicht antworten. Wie hast Du das Problem gelöst?
      VG

    2. Hallo Gerd,

      ich bin da pragmatisch veranlagt und habe den Hauptteig die eine Nacht ruhen lassen und am nächsten Tag wie im Rezept beschrieben verarbeitet und gebacken. Die Brote sahen trotzdem so aus wie auf deinem Bild und waren sehr lecker! Mal sehen, ob das einen großen Unterschied macht, wenn man den Vorteig länger reifen lässt (wie eigentlich gedacht). Probiere ich die Tage aus.
      Viele Grüße und danke für die tollen Rezepte. Endlich selbstgemachtes Brot, das auch nach etwas schmeckt :-).
      Ursula

  2. Hallo wird der Hauptteig morgens gemacht oder abends am Tag wo man den Vorteig macht?
    LG Heike

    1. Der Hauptteig wird am Morgen gemacht. VG

  3. Hallo
    hab eine Frage wird der Hauptteig am selben Tag abends wie das Poolish gemacht oder erst am nächsten Tag?
    lg Heike

    1. Erst am nächsten Tag.
      VG
      Gerd

  4. Hallo
    eignet sich das Brot auch als Toast?

    Ein tolles Rezept

    1. Weiß nicht, probiers mal aus. VG

  5. Hallo Gerd
    Kann man das Brot auch mit Vollkornmehl backen
    Gruß Manni

    1. Bestimmt. Schmeckt halt dann anders… eventuell ist mehr Flässigkeit erforderlich. VG

  6. Wenn ich das richtig lese ergibt das 5 Brote. Kann ich die nach dem backen einfrieren? Oder lieber 4 nur anbacken und dann einfrieren? Oder den rohen Teig?

    1. Einfach fertig backen und dann einfrieren.
      Viele Grüße
      Gerd

  7. Hallo Gerd,
    worauf backst Du denn dieses Brot, eher Backblech oder Lochblech , Stein oder anderes?
    Und „wat is ne“ Kippdiele, muss ich die irgendwo beim alten Gespensterhaus mit knarrenden Dielen herausreissen?
    ;-))
    mfg
    Carsten

    1. Hallo Carsten,
      auf einem Lochblech.
      Du hast in etwa recht, es ist ein kleines Buchenholzbrett, damit man die länglichen Teile (Baguette usw.) auch problemlos transportieren kann.
      Viele Grüße
      Gerd

  8. Hallo Ketex,
    kannst du sagen wo du den Filmbericht gesehen hast? Würde mich sehr interessieren. Ich konnte mir aufgrund der enormen Fluffigkeit türkischer Backwaren bisher nie vorstellen, dass hier keine Backmittel verwendet werden.
    Grüße, Thorben

    1. Hallo Thorben es war glaube ich auf Dicovery Channel.
      Viele Grüße
      Gerd

  9. kann man diese Brot auch im Brotbackautomat backen ?
    Habe leider keinen Backofen; Küche zu klein…
    lg didi

    1. Das geht sicherlich.
      VG
      Gerd

  10. Tolles Rezept 😎

    Ist einfach und dauert nicht so lange.
    Schmeckt aber trotzdem hervorragend!

  11. Da muss ich dir widersprechen, Gerd. Für ein Halbweissbrot nehmen wir Schweizer natürlich Halbweissmehl 😉

    So eine Typisierung wie ihr in Deutschland habt, kennen wir hier nicht. Wenn du in der Schweiz Weizenmehl möchtest, dann findest du im Regal folgende Auswahl: Weissmehl, Halbweissmehl, Ruchmehl und Vollkornmehl. Und je nach Einkaufsgeschäft steht noch Zopfmehl daneben. Oftmals ist auf der Packung aber nicht einmal herauszufinden, wo der Unterschied zwischen dem Zopfmehl und dem Weissmehl ist, ausser beim Preis.

  12. Kann ich auch Ruchmehl verwenden.

    1. Natürlich nur ist es dann kein türkisches Weißbrot sondern ein schweizer Halbweisbrot.
      VG
      Gerd

  13. Klasse 🙂 Ein Brot ohne viel „Heckmeck“ 🙂

    LG

    Mela

Schreibe einen Kommentar