Vinschgauer Fladen

bread braun

Dieses Rezept der Vinschgauer Fladen hat eine Teigausbeute (TA) von 190. Nicht ganz einfach, hatte ich gedacht, doch der Teig lässt sich relativ einfach bearbeiten. Man muss ein Mehlbett entweder auf dem Teigbearbeitungstuch oder einem Backblech herstellen (ca. 1/2 cm Mehl gleichmäßig verteilen). Darin ist der Teig einfach zu bearbeiten. Es gibt zwei Möglichkeiten, die Fladen zu gestalten. Entweder stippt man sie mit einer Stipprolle, oder – so wie ich es hier gemacht habe – man lässt den Teig solange gehen, bis sich Gärrisse auf dem Teig bilden. Jeder so, wie er gerne mag. Ich wünsche viel Spaß beim Nachbacken.

Ach ja, das Rezept stammt aus dem Buch „Brotland Deutschland“ von F.J. Steffen. Ich hab es etwas verändert und auf haushaltsübliche Mengen heruntergerechnet.

1. Sauerteig

(Detmolder Einstufenführung)

Alles gut verrühren und bei Raumtemperatur (besser wären 26°) 15-18 Stunden reifen lassen.

2. Hauptteig

3. Zubereitung

Alle Zutaten 12 Minuten in der Küchenmaschine kneten, danach eine Teigruhe von 20 Minuten einhalten. Anschließend den Teig auf das sehr gut bemehlte Teigbearbeitungstuch geben und Stücke von 120 g abwiegen. Diese Teile leicht rund wirken und dann flach drücken und mit der Oberseite in Roggenmehl drücken.
Jetzt die Fladen auf ein Backblech legen und 60-75 Minuten zur Gare stellen. Es sollten sich auf der Oberseite Gärrisse bilden. Den Ofen auf 250-260° hochheizen und die Vinschgauer 25-30 Minuten backen. Nach 10 Minuten den Ofen auf 180° zurückstellen.


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Dieser Beitrag hat 26 Kommentare

  1. Hallo
    Ich hab die vinschgerl schon öfters nachgebacken , sie werden immer super.
    Jetzt hab ich mal zum “ vinschgauer Abend “ eingeladen ( 12 Leute ) und wollt mal wissen was da alles so dazu passen würde … zu den Broten
    Danke schon mal für Antwort

    Hab übrigens schon viele Brote von Ketex nachgebacken und bin immer
    begeistert
    LGMarion

    1. Hallo Marion,
      da die Vinschgerl aus dem Vinschgau kommen, solltest Du mal bei Tante Google Südtirol oder Vinschgau eingeben. Dort wirst Du finden, was Du suchst.
      Viele Grüße
      Gerd

  2. Eine Frage zu den Gewürzen habe ich. Die Gewürze im Ganzen zu dem Teig geben, oder gemahlen/gemörsert?

    1. Hallo Frank,
      das ist Geschmacksache. Ich mag es eher gemahlen, da ich nicht gerne auf so einem Gewürzkorn beiße.
      Viele Grüße
      Gerd

  3. Hallo Ketex, habe dein Rezept als Inspiration für meine Vinschgerl probiert, allerdings ganz ohne Hefe da ich versuchen wollte das Ganze nur mit meinem selbst angesetzten Sauerteig zu backen (der ist schon nicht mehr ganz jung). Bis jetzt sind sie nämlich mit dem Rezept das ich habe nie richtig aufgegangen, und ich bin Draufgekommen durch dein Rezept dass da etwas Weizenmehl rein muss. Allerdings muss die Gare wegen dem sauerteig auf mind.2 Stunden verlängert werden, und die Brote müssen in den kalten Ofen dann springen sie erst richtig an! Sie sind gerade am fertig backen und endlich richtig aufgegangen, freue mich schon drauf! 🙂

  4. Hallo Usch,
    nein das geht nicht, da man das Verhältnis vom selbstgezüchtetem Sauerteig
    zum fertigem Trockensauerteig nicht berechnen kann.

  5. Hallo,
    kann man auch Sauerteig als Pulver benutzen und wie viel? Ein tolles Rezept!
    Danke für eine baldige Antwort.
    Viele Grüße
    Usch

  6. Hallo Gerd,

    wiedermal ein tolles Rezept.Ich hatte kein Vollkornroggenmehr mehr, aber 1370er Roggenmehl (das braucht man ja sonst nie). Hat trotzdem wunderbar funktioniert. Die Vinschgerl warensehr sehr lockerer und zart.

    Leider hatte ich vergessen mir Fenchelsamen oder Brotklee zu besorgen. Da hat schon noch etwas zum authentischen Rezept gefehlt. Trotzdem total lecker!

    Mich würden auch mal deine Vinschgerl mit Kirmeier Royal interessieren. Ob die noch besser sein können?

    Viele Grüße,
    Matthias

  7. Hallo Gerd, in den Rezepten sind Begriffe wie Stiprolle oder Schwaden. Was bedeuten diese? ❓ ❓

    1. Hallo bakl,
      hier mal ein Link tu einer Stipprolle.http://www.ketex.de/online-shop/stipprolle-120-mm-p-91.html
      Man fährt mit Ihr über ein Gebäck und hat dein Muster von vielen kleinen Löchern im Teig. dass dient dem Aufgehen vom Teig und damit er nicht unkontrolliert reißt.
      Schwaden nennt man, wenn mann mit einer feinen Blumenspritze Wasser in den Backofen sprüht. Der entstehende Dampf nennt man auch Schwaden.
      Viele Grüße
      Gerd

  8. Hallo Cheriechen,
    nach der Gare.
    Viele Grüße
    Gerd

  9. Hallo Gerd,
    ich liebe Vinschgauer u würde dein Rezept gerne ausprobieren!
    Eine Frage hätte ich noch: Zu welchem Zeitpunkt bist du mit der Stiprolle drüber?
    Vor oder nach der 60-75 min-Gare?
    Liebe Grüße
    Cheriechen

  10. Fantastisch, Monika.

  11. Die Vinschgauer Fladen von ketex
    wurden gestern gebacken
    und sind demnächst im CK
    zu „bewundern“…

    HBG
    eibauer

  12. Sieht toll aus und klingt auch lecker!
    Aus meiner Sicht fehlt Brotklee…als i-Tüfelchen.

    HBG
    eibauer

  13. Ja, sicher Ulla, Brotklee gehört da eingentlich hinein.
    Ich wollte aber diesmal diese Variante ausprobieren.

  14. Ausprobiert und für sehr gut befunden. Nachbacken unbedingt empfohlen! Ich hab noch Brotklee hinzu gegeben. Ein tolles Fladenbrot. Danke Gerd

  15. Da bin ich mal zwei Tage nicht auf der Hut, und schon passiert Wesentliches…:)))
    Grüße aus dem Trentino…für das Rezept bring ich Dir glatt den passenden Rotwein persönlich vorbei.

  16. Die sehen wirklich beeindruckend aus, schöner kriegt das kein Südtiroler Bäcker hin! Als weiteres Gewürz würde ich noch eine kleine Prise Schabzigerklee vorschlagen, der wird im Vinschgau traditionellerweise immer dazugegeben.

  17. Oh, lecker – ich liebe Vinschgauer und habe sie schon nach unterschiedlichen Rezepturen gebacken (wobei die sich natürlich alle sehr nahe sind, was die Gewürze betrifft). Morgen werde ich Dein Rezept sofort angreifen, Gerd, der Detmolder steht schon bereit. Und lecker Bergkäse auch.
    Danke.
    Wiederholungstäter bin ich übrigens bei Deinem tollen Ciabattarezept. Einmal gebacken und man ist süchtig danach. Dazu braucht es keinen sommerlichen Grillabend…

  18. Die sehen ja zu toll aus, Gerd!
    Und wandern umgehend auf die Nachbackliste!

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